2. Petrus 3,12

Andachten

Wartet und eilet.

Die Wiederkunft Christi nur bringt den Berufenen vollendete Glückseligkeit. Auf dieses Ziel hin will Petrus unsere Blicke richten. O, dass unsere Herzen entflammt würden für die Wiederkunft Christi! Warte, Gemeinde des Herrn, mit inbrünstigem Sehnen und mit heiligem Wandel auf deinen Heiland vom Himmel. Je tiefer unsere Buße geht, desto kräftiger wird unser Verlangen nach dem Kommen des Welterlösers; je gründlicher wir uns von der Welt zu Gott bekehren, desto sehnsuchtsvoller schauen wir aus nach unserem Könige, welcher der Erde das Recht wiederbringen und ihren Schaden heilen wird. Zeiten der Lauheit und der Unbußfertigkeit sind Zeiten, in denen die Gemeinde spricht: Der Herr kommt noch lange nicht! Schläfrige Christen warten nicht auf das Kommen des Herrn; Er ist ihnen gleichgültig, die Liebe zu Ihm ist erkaltet. Sobald wir aufwachen, sobald wir fröhlich, munter, rein, lebendig sind, sobald wir mit Lust und Eifer des Herrn heiliges Werk treiben, tritt Sein Kommen in den Vordergrund unseres Denkens und unserer Erwartung. Wir harren des Herrn, Er ist unsere Hoffnung, wenn Er in uns und unter uns lebt. Geisteszeiten sind Wartezeiten auf den königlichen Bräutigam. Vernimm Jesu Mahnwort: „Eure Lenden seien umgürtet und eure Lichter brennend, und seid gleich Knechten, die auf ihren Herrn warten!“ Und hast du hierzu keine Freudigkeit, so tue Buße und bekehre dich, dass deine Sünden vertilgt werden. Als Reingewaschener kannst und wirst du mit dem Heiligen Geiste und mit der Gemeinde rufen: O komme bald, Herr Jesu! - O Heiliger Geist, erleuchte, bewege, entflamme jedes Herz! (Markus Hauser)


Wartet und eilt zu der Zukunft des Tages des Herrn.

Warten und eilen kann man beides zugleich? Ist hier nicht ein Widerspruch? Allein es mache sich Einer nur auf den Weg, um dem Herrn entgegen zu gehen, so wird es ihm bald klar werden, wie man ebenso warten als eilen muss, und wie beides zusammengehört. Der Herr lässt sich nichts abgewinnen, es ist Alles, was von ihm kommt, nur Gnade, und zur Gnade gelangt man durch Warten und Harren. Wollte aber Einer die Hände in den Schoß legen und auf seinen Hefen liegen bleiben, so ruft wiederum das Wort Gottes zu: Eile, ringe, dass du eingehst durch die enge Pforte; jage nach dem vorgesteckten Ziel, grüße niemanden unterwegs, die Zeit ist kurz, das Ende aller Dinge ist nahe herbeigekommen. Der Zukunft des Tages des Herrn kommt man nur durch Warten und Eilen entgegen; die zehn Jungfrauen mussten beides lernen, und wer sich in dem Einen geübt hat, lernt bald auch das Andere. Wie es zwei Lebensfaktoren gibt, ein Ein- und ein Ausatmen, so gibt es auch zwei Gnadenzustände, in die wir uns hinein leben müssen, um tüchtig zu werden zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Warte und eile, ruft uns täglich der heilige Geist zu; übereile dich nicht, aber auch verspäte dich nicht; die Verknüpfung beider Zustände ist eben ein Gnadengeheimnis, aber den Aufrichtigen lässt es der Herr gelingen. (Friedrich Lobstein)

Predigten

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nt/61/2._petrus_3_12.txt · Zuletzt geändert: von aj
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