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Philipper 2,13

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Andachten

Gott ist’s, der in euch wirkt beide das Wollen und das Vollbringen nach Seinem Wohlgefallen.
Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf, 1 Mos. 8,21. Wenn also ein guter Wille und ein gutes Werk bei dem Menschen entsteht, so ist Gott der Urheber und nicht das menschliche Herz. Gott, welcher der Schöpfer des Menschen ist, will auch, nachdem er ein verdorbenes Geschöpf geworden ist, ihn wieder zurecht bringen, und da Er nicht einmal einen guten Willen in ihm findet, diesen Willen wirken. Weil aber der gute Wille bald wieder erstickt, wenn keine weitere Kraft dazu käme, so will Er auch diese schenken. Er will die Seele stärken, das Gute, das sie will, ohne Trägheit und Furcht zu tun, und etwa auch dem Leib dazu die nötigen Kräfte geben. Dieses Alles will Er nach Seinem Wohlgefallen tun. Wenn Jemand fragte, ob dann der Mensch, das verdorbene Geschöpf, wert sei, dass Gott in ihm wirke, so muss man antworten: Nein, sondern Gott tut's nach Seinem Wohlgefallen. Sein Wohlgefallen, dessen Gegenstand immer etwas Gutes ist, ist die Ursache Seiner Gnadenwirkungen. Er hat kein Gefallen am Tode des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe, darum wirkt Er auch das Wollen und das Vollbringen dazu in ihm.. Weil auch, in dem Dienst, welchen die Bekehrten, die schon ein geistliches Leben empfangen haben, Ihm leisten sollen, der guten Dinge viele sind, so schafft Er, dass der Eine dieses Gute will und vollbringt, der Andere jenes, da dann durch die verschiedenen Gaben, Kräfte und Bedienungen eine mannigfaltige und doch harmonische Bemühung, Seine Ehre zu befördern und Sein Reich auszubreiten, entsteht, wozu Er Sein Gedeihen gibt. Weil auch Gott nicht nur das Vollbringen, sondern auch das Wollen wirkt, so ist klar, dass Er Niemand zwinge; denn bei dem Zwang ist kein Wille. Man erzwingt nur das äußerliche Werk, von welchem der Wille innerlich abgeneigt ist. Gott wirkt aber das Wollen und das Vollbringen nach Seinem Wohlgefallen, und macht dadurch Sein Volk tüchtig, ihm willig zu dienen im heiligen Schmuck. Das göttliche Wirken geht bei denen, die dessen gewürdigt werden und ihm bei sich Raum lassen, so weit, dass sie Alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, folglich in der Liebe und im Glauben tun, und dass sie ohne Tadel werden, und lauter Gottes Kinder sind, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem sie scheinen als Lichter in der Welt, damit, dass sie halten ob dem Wort des Lebens, V. 14.15.16.

Lasst uns aber die Wahrheit, dass Gott beide das Wollen und das Vollbringen nach Seinem Wohlgefallen wirke, nicht zur Faulheit und Sicherheit missbrauchen. Nur diejenigen tun Solches, welche diese Wahrheit nicht verstehen und auf einen Zwang zum Guten warten, welcher doch hier nicht versprochen und auch der Ehre Gottes und der Natur der Seele nicht gemäß ist. Gott wirkt zuerst. Er wirkt zuerst, noch ehe wir Ihn darum bitten, Er wirkt stufenweise. Wenn Er aber wirkt, soll sich die Seele Ihm nicht wieder entziehen und sich nicht wieder von Ihm wegwenden, sondern unter Seinem göttlichen Antrieb selber auch mit Furcht und Zittern schaffen, dass sie selig werde, V. 12. Die Wirkung Gottes macht willig und tätig. (Magnus Friedrich Roos)


Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen.
Die Gnade, die in dir den Glauben gewirkt hat, ist auch die beste Bürgschaft, dass du im Glauben bleibst. Der Glaube, der aus dem Selbst geboren ist, stirbt auch von selbst, aber wenn Gottes Gnade den Glauben gewirkt hat, so wirkt sie ihn auch ferner und du wirst darin beharren bis ans Ende. Was Gott gegeben, geschaffen, in das Herz hineingebracht und da befestigt hat, wird er auch darin bewahren. „Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgereutet;“ aber was er gepflanzt hat, darf niemand ausreuten. Von den Korinthern, zu denen Apollo kam, heißt es: „Sie waren gläubig geworden durch die Gnade.“ Sie waren gläubig geworden und ihr Glaube verbürgte ihnen das Heil ihrer Seelen, aber sie waren gläubig geworden durch die Gnade, und das bürgte ihnen dafür, dass sie im Glauben beharren würden. Das Wort „durch die Gnade“ ist der Stempel auf dem Gold des Glaubens. Wo keine Gnade ist, da ist auch kein wahrer Glaube. Wir glauben d. h. der Glaube ist eine Tat unseres eigenen Geistes; aber wir glauben durch die Gnade d. h. der Glaube kommt dadurch, dass Gottes Gnade auf unsern Geist wirkt. Wir wollen und vollbringen, weil Gott in uns das Wollen und Vollbringen wirkt. Wir glauben, weil der Heilige Geist uns auf Jesus vertrauen lehrt. Möge die Gnade in uns allen den wahren Glauben wirken! (Charles Haddon Spurgeon)

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