Lukas 24,30
Andachten
Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß; nahm Er das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet und erkannten Ihn!
Meine Lieben, haben wir was von dem Leben des Lebendigen, dann müssen wir es stärken und vermehren. Dann müssen wir den Lebendigen nötigen und bitten: Bleibe bei uns! Und zwar alle Tage, ja alle Stunden. Das sind törichte Jungfrauen, die da meinen, sie werden auf so und so lange Zeit genug haben. Wenn sich der Lebenstag neigt und es Abend werden will wenn du alt und grau wirst, wie wird's dann mit dem inwendigen Leben sein? Wird's frisch und grün und unverwelklich bleiben? Und wenn die Todesnacht hereinbricht, wenn die lange Ewigkeit beginnt, wenn der Tag des HErrn verzieht wird das Leben vorhalten, das du hast? O lernen wir um das Leben bitten! Lernen wir den Lebendigen nötigen: HErr bleibe bei uns! Er kommt, Er bleibt bei denen, die Ihn bitten. Die empfangen das Leben und volle Genüge. Das wird uns in unserem Evangelio lieblich vor Augen gemalt durch das zu Tisch sitzen des Lebendigen mit den Jüngern und das Brotbrechen. Habt ihr etwas erfahren davon? Es müsste denn sein, dass ihr das Sakrament des Abendmahls in diesen Tagen umsonst empfangen. Da, da ist die starke Lebensspeise - JEsu Leib und Blut. In der Taufe naht sich uns der Lebendige und fängt Sein Leben an. Durch das Wort und den Glauben treibt Er Sein Lebengeben fort. Im Abendmahl vollbereitet, stärkt, kräftigt und gründet Er das Leben zur Vollendung auf jenen Tag. Das ist der Tag, wo Seine Lebendigen mit Ihm in Seinem Reich zu Tische sitzen werden im unauflöslichen Leben. Amen. (August Ferdinand Huhn)