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Lukas 10,17

Lukas 10,17

Andachten

Der unter die Räuber gefallene Unglückliche bin ich, o Herr. Die Räuber sind die Welt, der Teufel und mein eignes Fleisch und Blut über die inwohnende Sünde, welche in meinem Busen sitzt und mir nachstellt. O wie oft bin ich schon unter diese Mörder gefallen, die mir das Kleid des neuen Menschen geraubt, mich jämmerlich in meinem Gewissen verwundet und mich halb tot in meinen Sünden haben liegen lassen! Und noch immer fühle ich diese Wunden und liege erbärmlich vor Deinen allsehenden Augen in meinem Blute. Erbarme Du Dich über dieses mein Elend nach deinem mitleidigen Jesusherzen, und da ich mir selbst zu helfen nicht vermag, so nahe Dich zu mir mit Deiner Hülfe und Gnade. Da sind meine Sündenwunden: gieße hinein, was Du, o erfahrener Seelenarzt, mir für das Nötigste und Nützlichste erkennest. Es beißt zwar der Wein Deines scharfen Gesetzes; aber ich sehe wohl, dass meine Wunden einmal recht schmerzlich müssen angegriffen werde. Ich bin so töricht gewesen, und habe nur immer Öl eines falschen Trostes mir in meine Wunden gegossen und mein wundes Gewissen mit einem falschen Evangelium heilen wollen. Aber was half es mir? Den Schaden habe ich damit so wenig geheilt, dass er dadurch nur viel größer und schlimmer geworden ist. Darum will ich mich des Weines und des Strafamts Deines Gesetzes nicht weigern, sondern bitte Dich noch, Du wollest meine Gewissenswunden damit nur recht aufweichen und angreifen; dann werde ich hernach auch desto mehr empfinden, wie lieblich, wie heilsam, wie lindernd, wie kühlend das Gnadenöl Deines Evangeliums sei. Zugleich bitte ich Dich, mache mich ins künftige vorsichtiger gegen die Nachstellungen meiner geistlichen Feinde, und leite mich durch Deinen heiligen Geist auf ebener Bahn um Deines Namens willen, dass ich sicher und wohl auf diesem Wege wandere, immer mehr mit Maria das Eine ergreife, das Not tut und das nicht von mir genommen werden soll, und endlich selig in die Ewigkeit eingehe, wo ich Dich, meinen barmherzigen Samariter, loben und preisen werde mit Engelzungen. Amen. (Friedrich Arndt)

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