Jesaja 43,2
Andachten
Denn so du durchs Wasser gehest, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehest, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht anzünden.
Keine Brücke ist da: wir müssen durchs Wasser gehen und den Anprall des Stromes fühlen. Die Gegenwart Gottes in der Flut ist besser als eine Fähre. Versucht müssen wir werden, aber triumphieren sollen wir; denn Jahwe selber, der mächtiger ist, als viele Wasser, wird mit uns sein. Wann sonst Er seinem Volk fern sein mag, in Schwierigkeiten und Gefahren wird der Herr sicherlich mit ihm sein. Die Leiden des Lebens mögen zu einer außerordentlichen Höhe emporsteigen, aber der Herr kann es mit allen aufnehmen.
Die Feinde Gottes können uns Gefahren, die sie selbst gemacht, in den Weg legen, nämlich Verfolgungen und grausame Spöttereien, die gleich einem brennenden, feurigen Ofen sind. Was denn? Wir sollen durch das Feuer gehen. Wenn Gott mit uns ist, sollen wir nicht brennen; nein, man soll nicht einmal „einen Brand an uns riechen“ können.
O, die wundervolle Sicherheit des vom Himmel geborenen und nach dem Himmel wandernden Pilgers! Fluten können ihn nicht ersäufen, und Feuer ihn nicht verbrennen. Deine Gegenwart, o Herr, ist der Schutz Deiner Heiligen vor den mannigfaltigen Gefahren des Weges. Siehe, im Glauben befehle ich mich Dir, und mein Geist geht in die Ruhe ein. (Charles Haddon Spurgeon)
Wenn du durchs Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen und die flamme soll dich nicht anzünden. Denn ich bin der Herr dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland.
Dieses mächtige Trostwort gilt den Erlösten des Herrn, die er mit Namen gerufen hat, die sein Eigentum sind und ihm leben. Sie sind in ihres Gottes Lebensversicherung für Feuer und Wassersnot. Würde man einem begnadigten Sünder beim Beginn der Nachfolge Jesu auf einmal alle Prüfungen, alle Not, alles Leiden, was ihm in seinem ganzen Lauf begegnen wird vor Augen stellen, so würde er vielleicht den Mut verlieren. Steht er aber am Ende seiner Pilgerschaft und blickt zurück auf alle Trübsale, die ihm begegnet sind, so wird er rühmen müssen, dass der Herr seine Verheißung: „ich will bei dir sein,“ treulich erfüllt hat. Feuer und Wassersnot gehört zur schweren Not. Schwere Not gibt es im Leben der meisten Kinder Gottes; aber Gottes Liebe und Weisheit geht Schritt für Schritt mit uns voran. Er reicht Kraft dar und bewahrt am heutigen Tag, so dass der heutige Tag eine Vorbereitung auf morgen ist, und wir über Wasser bleiben, auch wenn die Wellen höher gehen, als gestern und der Tiegel heißer ist, als zuvor. So bringt er sein Volk durch, und je älter wir werden, desto größer wird uns die tägliche Handreichung unseres treuen Herrn, und desto unentbehrlicher seine Bewahrung. Was würde aus uns, ohne seine Bewahrung! Aber er unser Gott heißt Jehovah; er ist und bleibt derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit, Sein Volk darf ihm allewege vertrauen. Er waltet über uns als der Heilige, und alle seine Wege mit uns, auch Feuer und Wassersnot haben ein Ziel: unsere Heiligung. Wohl dem, der das versteht; denn dann tut man sichere Dritte an der Hand dessen, der Heiland heißt und jede einzelne Seele, die sich ihm anvertraut, hält, pflegt, zubereitet, bis sie völlig geheilt sein wird von aller Sünde und dann das Heilig, Heilig, Heilig anstimmen kann vor seinem Thron.
Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen! Wir rühmen seine unwandelbare Treue und freuen uns, unter seiner Hand geborgen zu sein. Amen. (Elias Schrenk)