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Markus 6,2

Markus 6,2

Andachten

Die Leute von Nazareth haben sich an den äußeren Umständen gestoßen; darüber ist der Glaube erstickt. So geht's noch oft. Es wird einem etwas Besonderes zuteil, in das man sich vergafft und in dem man sich spiegelt; aber dann ist's verfehlt. Man muss sich also in keine Predigt, in keine Postille, in kein Lied, in nichts, das in die Sinne fällt, vergaffen. Das Ärgernis ist ein Stoß, der unserm Glauben gegeben wird, so dass er nicht aufkommen kann; das geschieht eben, wenn man am Äußern hängen bleibt. (Johann Albrecht Bengel)


Und viele (in Nazareth), die es hörten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: woher kommt dem solches? Ist er nicht der Zimmermann, Mariä Sohn?
Herz! staune, bete an, beuge dich zu den Füßen des Demütigsten unter allen Menschenkindern. O was sieht aus diesem Betragen des Heilandes heraus! Welch ein Gehorsam gegen seinen Vater im Himmel, welch eine Demut, welch eine Liebe zu den Menschen! Er wusste schon in seinem zwölften Jahre, woher er kam, und wer er war; er sah achtzehn Jahre lang das Elend seines Volks; er musste Gotteskräfte in sich fühlen, und doch schweigt er; doch verhält er sich still und ruhig, und arbeitet auf seinem Handwerke, wie wenn er nur dazu geboren wäre, und ist seinen Eltern gehorsam, ob er sie gleich unendlich weit übersieht. Es ist erstaunlich. Dieser Gehorsam, diese Demut geht über alles menschliche Denken weit, weit hinaus. Was sind wir dagegen? Wie müssen wir uns schämen vor ihm! Kaum glauben wir etwas besser zu wissen als unsere Umgebungen oder Mitmenschen, so können wir unsere Weisheit schon nicht mehr zurückhalten; sie muss heraus; sie muss der Welt vor Augen gelegt sein; das Herz oder der Kopf will uns Zerspringen, bis unsere Weisheit ausposaunt ist. Er aber, der Weiseste unter Allen, schweigt achtzehn Jahre, wie wenn er nichts wüsste, weil es der Wille des Vaters so ist.

Da sieht man, dass er nicht seine Ehre gesucht hat, sondern die Ehre des Vaters, der ihn gesandt hatte. Denn hätte er das getan, so hätte er wohl anders gehandelt. wie hat er dadurch unsern Hochmut gebüßt! Welch Beispiel der reinsten Demut hat er uns gegeben! Wie hat er uns zur Treue im Kleinen angewiesen! Welche wahre, unschwärmerische Liebe zu den Seelen der Menschen hat er hier an den Tag gelegt, indem er eben auf dem ihm vom Vater vorgeschriebenen Wege das Werk der Erlösung seiner gefallenen Brüder vollenden wollte! (Ludwig Hofacker)

Predigten

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