Maleachi 3,20

früher auch 4,2

Andachten

Euch aber, die ihr Meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter derselben Flügeln.

Die Sonne geht alle Tage auf ohne dein Bemühen; sie wandelt über dir und deinem Garten, ohne dass du sie halten oder führen müsstest. Nur dein Herz musst du ihr öffnen, oder doch wenigstens nicht verschließen, es nicht bedecken, sondern mit offenem, sehnendem, schmachtendem Herzen dich ihren Einflüssen aussetzen: so wird sie dich erleuchten, beleben und entzünden. Was besonders erfreulich ist an dieser Seelensonne, ist das: sie geht nie unter, scheint zu allen Jahreszeiten gleich warm und helle; im Norden wie im Süden, im Winter wie im Sommer. Sie kennt keinen Untergang, auch keine Wolken; denn die steigen, wenn sie da sind und dir die Sonne verbergen, nur aus deinem Moosgrund auf: wer sie nie aus dem Auge lässt, den verlässt sie auch nie! (Johannes Evangelista Gossner)


Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter desselben Flügeln.

Dies gnadenvolle Wort ist einmal erfüllt in der ersten Zukunft unsres glorreichen Herrn und wird in seiner zweiten Zukunft eine noch vollständigere Erfüllung finden, aber es ist auch für den täglichen Gebrauch. Ist es dunkel um den Leser? Lasst uns darum nicht verzweifeln: die Sonne wird dennoch aufgehen. Wenn die Nacht am dunkelsten, ist der Tagesanbruch am nächsten.

Die Sonne, die aufgehen wird, ist von keiner gewöhnlichen Art. Es ist die rechte Sonne, die Sonne der Gerechtigkeit, von der jedweder Strahl Heiligkeit ist. Er, der kommt, um uns zu erfreuen, kommt auf dem Wege der Gerechtigkeit sowohl wie der Barmherzigkeit, Er will kein Gesetz brechen, nicht einmal, um uns zu erretten. Jesus enthüllt ebensosehr die Heiligkeit Gottes wie seine Liebe. Unsre Erlösung wird, wenn sie kommt, gesichert sein, weil sie gerecht ist.

Der eine Punkt unsrer Selbstprüfung sollte sein: „Fürchten wir den Namen des Herrn? Verehren wir den lebendigen Gott, und wandeln wir auf seinen Wegen?“ Dann muss für uns die Nacht kurz sein, und wenn der Morgen kommt, ist alle Krankheit und aller Schmerz unsrer Seele auf ewig vorüber. Licht, Wärme, Freude und klares Schauen wird kommen, und die Heilung jeder Krankheit und Not wird darauf folgen. Ist Jesus über uns aufgegangen? Lasst uns in der Sonne sitzen. Hat Er sein Angesicht verborgen? Lasst uns seines Aufgangs harren. (Charles Haddon Spurgeon)


Und ihr sollt ein und ausgehen und zunehmen wie die Kälber des Stalles.

Ja, wenn die Sonne scheint, verlassen die Kranken ihre Kammern und gehen umher, die frische Luft einzuatmen. Wenn die Sonne Frühling und Sommer bringt, verläßt das Vieh seine Ställe und sucht Weide auf den höheren Alpen. Ebenso verlassen wir, wenn wir uns der Gemeinschaft mit unsrem Herrn bewußt sind, den Stall der Verzagtheit und wandeln umher in den Feldern heiliger Zuversicht. Wir steigen zu den Bergen der Freude hinan und nähren uns auf süßer Weide, die näher dem Himmel wächset, als die Vorräte fleischlicher Menschen.

“Aus- und eingehen” und “zunehmen” ist eine doppelte Verheißung. O, meine Seele, sei du begierig, beider Segnungen zu genießen. Weshalb solltest du eine Gefangene sein? Stehe auf und gehe frei umher. Jesus sagt, dass seine Schafe aus- und eingehen und Weide finden werden; gehe also hinaus und weide auf den reichen Triften schrankenloser Liebe.

Warum ein Kindlein in der Gnade bleiben? Nimm zu! Junge Kälber wachsen schnell, besonders bei Stallfütterung; und du hast die auserlesene Sorge deines Erlösers. Nimm daher zu in der Gnade und der Erkenntnis deines Herrn und Heilandes. Die Sonne der Gerechtigkeit ist über dir aufgegangen. Nimm ihre Strahlen auf, wie die Knospen die der irdischen Sonne! Öffne dein Herz, erweitere dich und “wachse in allen Stücken an Ihm”! (Charles Haddon Spurgeon)

Predigten

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