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Psalm 66,18

Psalm 66,18

Andachten

Wo ich Unrechtes vorhätte in meinem Herzen, so würde mich der HErr nicht hören. Darum erhört mich GOtt, und merkt auf mein Flehen. Gelobt sei GOtt, der mein Gebet nicht verwirft, noch Seine Güte von mir wendet.
Wenn ich Unrechtes vorhätte, würde mich der HErr nicht hören. Gleichwie ein gerechter Richter in unbilligen Sachen keinen Kläger hört, ja über denselben aus gerechtem Eifer zürnet: also tut der oberste gerechte Richter auch, wie GOtt der HErr spricht, Jes. 1, 15.: Wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht: denn eure Hände sind voll Bluts.“ Gleichwie die Opfer mussten rein sein, ohne Tadel, nicht lahm, noch blind, noch ungesund: also muss das Opfer unseres Herzens rein sein, ohne Zorn, Hass, Neid, Ungerechtigkeit, wie St. Paulus schreibt 1 Tim. 2, 8.: „Es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen des HErrn Christi nennt.“ Und abermals 1 Tim. 2,8.: „Dass wir sollen heilige Hände aufheben, ohne Zorn und Zweifel.“ Darauf beschließt der Prophet: „Darum erhört mich GOtt und merkt auf mein Flehen.“ Das ist: GOtt sieht das Herz an und richtet alles nach dem Herzen. Ist das Herz unrein, so ist das Gebet auch unrein; ist der Brunnen giftig, so ist das Wasser auch giftig.

Gelobt sei GOtt, der mein Gebet nicht verwirft rc. Ein wahrer Christ hat sich in dieser Welt nicht viel zu freuen oder zu rühmen, darum muss er sich in GOtt freuen und sich seines GOttes rühmen. Sonderlich ist eines Christen stete Freude die gewisse Erhörung des Gebets und die immerwährende Gnade GOttes; dass GOtt unser Gebet nicht verwirft, wie man etwas wegwirft, das nichts taugt, oder als etwas, das einem zuwider ist, dadurch man erzürnet wird. Daraus folgt, dass unser Gebet etwas bei GOtt gelten muss, dass es GOtt wohlgefällig sein muss, dass GOtt dadurch geehrt werde. Dafür sei GOtt gelobt. Das ist unser Ruhm und unsere Freude. Es kann aber ein Christ gar wohl merken, wenn sein Gebet erhört ist, an dem Ernst und kräftigen Seufzen; denn das ist der Geist GOttes und der Glaube. Oft entsteht im Gebet eine besondere Freudigkeit. Das ist auch ein Zeichen der Erhörung. Oft kommt es, dass man von ganzem Herzen zufrieden ist, wie es GOtt macht, und ergibt sich GOtt ganz: so ist das Gebet gewisslich erhört. Obwohl nun das Gebet, so aus wahrem Glauben geht, allewege erhört wird: so spüren wir doch nicht allezeit diese Merkzeichen. Das ist aber unsere Freude und unser Ruhm, dass GOtt Seine Güte nicht von uns wendet; denn Seine Barmherzigkeit währt immer für und für bei denen, die Ihn fürchten. (Johann Arnd)

Predigten

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