Psalm 143,7
Andachten
Herr! erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht vor mir. - Lass mich frühe hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich.
Wie das Herz ist, so fließen die Worte im Gebet. Ist das Herz voll Tränen, so sind die Worte mit Tränen vermischt; ist das Herz voll Angst, so zerfallen und verschwinden oft vor Angst die Worte. Das Gebet wird zu lautem Flehen. Und dann magst du mit Gott so vertraulich reden, wie ein Kind mit seinem Vater. Du kannst ihm aus deinem Herzen dein verborgenes Anliegen in sein Herz klagen, dass es weder Welt noch Teufel höre und dich beschäme. Kann dein Gebet keine Worte finden, so vernimmt er dein Seufzen. Für diese Herrlichkeit wollte ich nicht aller Welt Wollust noch Güter wählen. Bedenk, o liebe Seele, diese selige Herrlichkeit. (H. Müller.)