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Matthäus 13,29

Matthäus 13,29

Andachten

Er aber sprach: nein, auf dass ihr nicht den Weizen mit ausrauft, so ihr das Unkraut ausjätet. Lasst Beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, dass man es verbrenne, aber den Weizen sammelt mir in meine Scheunen.
Das ist also ein weiterer Grund, warum das Unkraut nicht verdorben wird. Es könnte der gute Same zugleich ausgejätet werden. Seht da die zärtliche Sorgfalt des himmlischen Vaters für die Seinigen. Die Menschen nehmen oft ihre Sachen so überhaupt und obenhin, aber Gott sorgt für das kleinste Weizenkörnlein, für den kleinsten Samen, der in ein Herz gefallen ist. Da lässt er lieber viel tausend Unkrautsstängel stehen, als dass er einem einzigen Sämlein möchte wehe tun und ihm zu nahe treten. So fromm ist mein Gott und ist kein Unrecht an ihm. Und da wird es also wahr, dass die Welt es den Christen zu danken hat, dass sie noch steht, weil Gott um ihretwillen doch schont: „sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt,“ wie der HErr ja um zehn Gerechter willen auch Sodom verschont hätte.

Zuletzt aber hat freilich die Geduld des HErrn ein Ende, wenn er alles versucht hat, Menschen zur Besinnung zu bringen und sie bald durch Lieben, bald durch Leiden zur Anerkennung seiner Barmherzigkeit zu führen und sie wollen doch seiner Stimme nicht gehorchen und bleiben auf ihrem verstockten Sinn, dann bricht der Tag der Rache an, und es wird schnell alles Unnütze aufgeräumt und in den Feuerofen geworfen zum ewigen Feuer. Ein schreckliches Ende! Doch wird er die Seinigen in seine Scheune sammeln, dass sie leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich.

Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden. Wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit ihm als Götter der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren und ewig florieren, Den Himmel als prächtige Lichter auszieren, Da wird man die Freude gar offenbar spüren.

O ewige Weisheit! schenke uns nur Weisheit, schenke uns erleuchtete Augen unsers Verständnisses, damit wir dein Wort, das du uns zur Leuchte gegeben hast, bei unserer angeborenen Blindheit immer mehr verstehen und dich über deiner großen Liebe zu uns Sündern immer mehr preisen lernen! Amen!! (Ludwig Hofacker)

Predigten

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