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1. Johannes 4,9

1. Johannes 4,9

Andachten

Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen.
Es sind Tiefen, die wir nicht ergründen können, und die tiefste Tiefe unter allem, was uns zu tief ist, ist gewiss die, dass uns Gott zuvor geliebt, und nicht schlechthin geliebt, sondern so geliebt hat, dass er uns nicht mehr lieben könnte, so viel gegeben hat, dass er uns nicht mehr geben könnte - seinen eingebornen, ihm ganz gleichen Sohn, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, hat er uns geschenkt - hat ihn in Not und Tod um unsertwillen kommen lassen! Wer kann diese Tiefen ergründen? - Da stehen wir, wie an einem Abgrunde, und beten an. Am besten ist, wir stürzen uns, wie wir sind, in diesen Abgrund der Liebe hinein, denn dazu hat er sich uns aufgetan. Denn grübeln, forschen hilft uns hier nicht. Er will geliebt sein, dass er uns desto mehr lieben könne, und wir seiner allbeseligenden Liebe desto empfänglicher werden. (Johannes Evangelista Gossner)


Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen.
Die heilsame Gnade Gottes ist erschienen, das ist die frohe Weihnachtskunde. Erschienen ist die Liebe Gottes gegen uns, denn Gott hat seinen Sohn gesandt, dass wir durch ihn leben sollen. So ist es also Wahrheit und ist nicht ein Traum dass wir selig werden sollen. Wirklich und gewiss ist es, was der Engel sprach: Euch ist heut der Heiland geboren. Das Christentum ist also eine Tatsache, Gott selbst ist im Fleisch wirklich erschienen. Freue dich, Gott hat wirklich etwas getan, um Menschenherzen selig zu machen. Nicht mit Worten hat er uns nur bejammert, nein, er hat etwas getan, hat viel getan, hat alles getan, was er konnte. Gottes Gnade und Liebe ist erschienen - sie ist also nicht im Verborgenen. Der Mensch kann sie sehen, auch du kannst sie sehen. Selig sind die Augen, die Jesum sehen können. Blicke hinein in die Krippe, blick einmal hinein mit einem Auge, das Gott selbst helle gemacht hat. Sieh nur tief hinein siehst da mehr, als Fleisch und Blut du siehst ein in Liebe glühendes Auge. Und sich nur weiter. Hinter der Krippe steht das Kreuz. Sich das Kind, wie es als Mann zum Kreuze hin wandert; das Lamm Gottes „geht dahin, wird matt und krank.“ Sieh, wie er am Kreuz die Hände annageln lässt, die hier nur Werke der Liebe und des Erbarmens vollbracht haben. Steh still unter dem Kreuz. Der da hängt, ist derselbe, der zu Weihnacht geboren ward. Verstehst du sein Kreuz? Daran ist die Liebe Gottes gegen uns erschienen und offenbar geworden.

Und die Gnade Gottes, die erschienen ist, scheint nun so freundlich uns in die Seele hinein. Das Kind von Bethlehem lockt uns mit liebendem Tone, und der Weihnachtsschein glänzt zu uns vom Himmel hernieder, und die Klarheit des Herrn umleuchtet uns. Auch dir leuchtet sie, und wenn du vor der Krippe Halt machst, dann stehst du im Scheine dieses Glanzes, und himmlische Klarheit umfließt dich, und diese himmlische Klarheit durchdringt dein Leben. Selig ist Der, der erfährt, von Herzen erfährt, dass die Gnade Gottes wirklich erschienen ist!

Lasst uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater! Wir preisen an diesem Morgen Deine große Güte, mit der Du Dich unsrer Seelen herzlich angenommen hast, preisen Dich, dass Du Deine Liebe hast erscheinen lassen in Deinem lieben Sohn. Nun haben wir einen festen Halt und einen sichern Grund. Wir danken Dir, dass Du Dein Erbarmen nicht im Verborgenen gehalten hast, sondern lässt unsre Augen hinblicken auf Dein eingeborenes Kind, das uns die Erlösung gebracht hat. Wir danken Dir, dass Du mit Deinem hellen Weihnachtsglanz uns umleuchten willst, und bitten Dich, sende Deine Weihnachtswahrheit und Deine Weihnachtsherrlichkeit uns tief ins Herz hinein, dass wir den rechten Segen ererben und einmal in der Ewigkeit Deine Klarheit uns umleuchten möge. Amen. (Wilhelm Hunzinger)


Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen. Darinnen steht die Liebe nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Lasst uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt!
Arme Seele, wie würdest du bestehen, wenn dein allmächtiger Gott sich nur in seiner Weisheit, Heiligkeit und Gerechtigkeit dir offenbart hätte, wie würdest du bestehen vor dem Wesen deines Gottes! wie müsste das Herz eines armen Sünders in Angst und Verzweiflung brechen, wenn er keines andern Trostes sich bewusst wäre, als dass ein gerechter Richter über den Wolken thront! Wo wäre Erbarmen, wo wäre Rettung zu finden, für eine verzagende Seele in Stunden der Anfechtung und der Gefahr, wenn nicht die Himmelsbotschaft uns in seinem Worte kund getan wäre: „Gott ist die Liebe.“

Armer Sünder, höre diesen reichen Trost: Gottes Gerechtigkeit wirft dich zu Boden, Gottes Liebe zieht dich sanft in seinen Schoß; Gottes Heiligkeit heißt dir, dich verbergen mit deinen Sünden vor seinem reinen Angesicht; Gottes Barmherzigkeit streckt dir die Arme entgegen, du darfst an seinem Herzen ruhen. Deine Sünde führt dich dem ewigen Tode zu; Gottes Liebe gab seinen eingebornen Sohn in die Welt, dass du durch ihn leben sollst. Nicht weil du Gott geliebt, sondern weil er dich zuerst geliebt; das ist eine allmächtige Liebe, eine Liebe, die sich über verlorene Sünder erbarmt; eine reine, heilige Liebe, die sich in dem allertreusten Vaterherzen gegen ungetreue Kinder geregt hat. - Ein Vater fragt nicht erst, wenn er sein Kind am Abgrund spielen sieht, ob es ihn liebt, wenn er es retten will; er zieht's zurück, weil er es selbst geliebt.

So tut ein Vater seinem Kinde, was tut nun Gott für dich? Du bist verloren, wenn er sich deiner nicht erbarmt. Wir gehen alle dicht am Abgrunde und spielen mit der Sünde und ahnen gar nicht die Gefahr, in der wir schweben. Gott ist die Liebe, sein Auge sieht die Not, sein Herz sorgt für die Hilfe, nicht weil wir ihn geliebt, nein, weil er uns geliebt. „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingebornen Sohn gesandt hat, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren geben, sondern das ewige Leben haben.“ Die allerseligste Liebe hat uns losgekauft von dem Leibe des Todes, hat uns das ewige Leben erwirkt. (Angelika von Michalowska)

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