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Johannes 1,1

Johannes 1,1

Andachten

„Wort“ also nannte er ihn, um dir die schmerzlose Geburt vom Vater anzudeuten und die vollkommen göttliche Wesenheit des Sohnes zu lehren und dadurch die zeitlose Vereinigung des Sohnes mit dem Vater anzuzeigen. Denn auch unser Wort, ein Erzeugnis des Geistes, wird schmerzlos geboren; denn der Geist wird weder zerschnitten noch geteilt noch zerfließt er, sondern bleibt in seinem eigenen Wesen ganz bestehen, wenn er das ganze und vollkommene Wort hervorbringt, ja, es fasst das hervorkommende Wort die ganze Kraft des hervorbringenden Geistes in sich. „Und das Wort war bei Gott.“ Wo war das Wort? An keinem Orte, denn was nicht umschlossen werden kann, findet sich an keinem Orte. Weder ist der Vater an einem Ort, noch der Sohn in einem Raum und wird von einer bestimmten Grenze umfasst, vielmehr unendlich ist der Vater, unendlich ist der Sohn. Bewundere die Angemessenheit eines jeden Wortes. Er sagt nicht: in Gott war das Wort, sondern bei Gott, um die für sich bestehende Wesenheit darzutun. Es sagt nicht in Gott, um keinen Vorwand zur Vermengung der Wesenheit zu geben. Denn abscheulich ist auch die Gotteslästerung derer, die alles miteinander zu vermischen suchen und sagen: Vater, Sohn und Heiliger Geist seine eine Substanz, es würden nur der einen Sache verschiedene Namen beigelegt. (Basilius der Große)


Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis haben es nicht begriffen.
Durch das Wort sind alle Dinge gemacht, durch das Wort ist unsere Erde fertig, durch das Wort wandelt der Mensch auf der Erde. Wenn wir durch das Wort sind, so sind wir aus Gott geboren, Gottes Kinder; der erste Mensch war rein und heilig nach dem Ebenbild Gottes erschaffen. Durch die Verführung des Teufels fiel er von Gott, dem alleinigen Licht, ab und irrte in der Finsternis der Welt. Der aus dem Paradiese verstoßene Mensch fiel aus der Unsterblichkeit in die Sterblichkeit und muss des Todes sterben. Von dem Abfall von Gott, von dem Losmachen des Kindes vom Vater an, wandeln alle Menschen von Natur in der Finsternis und lieben die Sünde und tun Sünde. „Wer aber Sünde tut, der ist vom Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an.“

Also wurden die Menschen von Natur Knechte des Teufels, und wandelten im Tal des Todes in der Finsternis. - Unser Gott aber, der Vater der Barmherzigkeit, hat keinen Gefallen an dem Tod des Sünders. „So wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod, sondern, dass er sich bekehre und lebe.“ Darum stellte Er der Natur die Gnade gegenüber, und gab uns im Worte das Leben zurück. Das Wort ward das Licht der Menschen, das sie in der Finsternis erleuchten sollte und endlich sieghaft hindurchführen aus aller Sünde, aus dem irdischen Tode zu einem neuen, zum ewigen Leben, zum Leben in Gott, in den ersten Stand der Unschuld zurück, der dann nie aufhören wird. Das Wort hat die Kraft, uns los zu machen von der Knechtschaft des Bösen und uns in die Kindschaft zu Gott zurück zu führen. Durch das Wort werden wir von Neuem geboren und erhalten einen neuen Geist und ein neues Herz. (Angelika von Michalowska)

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