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Psalm 147,7

Psalm 147,7

Andachten

Singt um einander dem HErrn mit Danken, und lobt unsern Gott mit Harfen. Der den Himmel mit Wolken bedeckt, und gibt Regen auf Erden.
Als David den Gottesdienst, wie er in der Stiftshütte und hernach in dem Tempel getrieben werden sollte, einrichtete, so verordnete er drei Propheten, nämlich Assaph, Heman und Jedutun, als Vorsteher derjenigen, welche Psalmen singen und auf Instrumenten dabei spielen mussten. Die musikalischen Sänger waren in 24 Haufen eingeteilt, und zu jedem derselben waren Zwölf gerechnet, welche eine Woche lang ihren Dienst in der Stiftshütte und hernach im Tempel verrichten mussten, da dann nach 24 Wochen die Reihe wieder an die Ersten kam. Alle waren Leviten, und einige derselben Kinder oder Nachkommen des Korah, der sich in der Wüste wider Mose und Aaron empört hat, s. 1 Chron. 26. Auf diesen musikalischen Gottesdienst wird gezielt, so oft in den Psalmen der Harfen, Psalter, Zimbeln und Posaunen Meldung geschieht. Bei einigen Psalmen wird in der Überschrift das Instrument namhaft gemacht, auf welchem man bei Absingung derselben musizieren sollte. Bei dem Anbruch des neuen Testaments hat Christus nichts dergleichen angeordnet, wiewohl doch Kol. 3,6. der Psalmen und Lobgesänge und der geistlichen lieblichen Lieder Meldung geschieht. Von den Engeln wird nie gesagt, dass sie singen; doch werden ihnen Trompeten zugeschrieben. Hingegen hatten die 24 Ältesten im Himmel, als Johannes sie sah, Harfen, und sangen ein neues Lied, Off. 5,8.9. Auch hörte Johannes Kap. 14,2.3. eine große Stimme als der Harfenspieler, die auf ihren Harfen spielten, und ein neues Lied vor dem Throne Gottes sagen. Andere standen am gläsernen Meer im Himmel, und hatten Gottes Harfen und sangen das Lied Mosis, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes, Offenb. 15,2.3. Wer zu diesen Scharen kommen soll, hat nicht nötig, das Singen und Musizieren auf Erden kunstmäßig zu lernen, denn der Heilige Geist wird eine vom Leib entkleidete Seele, wenn alle Unordnung in ihr aufgehoben ist, gar bald tüchtig machen, bei dem himmlischen Singen und Musizieren mit anzustehen. Indessen sollen wir schon auf Erden dem HErrn singen und danken, und, wenn es sein kann, unsere Seele durch geziemende musikalische Töne dabei aufmuntern lassen. Er tut uns täglich viel Gutes. Er bedeckt unter Anderem den Himmel mit Wolken, und lässt regnen auf Erden, damit das Gras für das Vieh und die Frucht für die Menschen wachsen könne. Den Wert dieser Wohltat erkennt man nie besser, als wenn eine Dürre, welche einen Misswachs verursacht hat, vorhergegangen ist. Viel kostbarer ist der Gnadenregen, dessen Ps. 68,10. Meldung geschieht; denn nachdem David V. 8.9. gesagt hatte: Gott, da Du vor Deinem Volk herzogst, da Du einhergingest in der Wüste, Sela, da betete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai (als dass Gesetz da gegeben wurde), vor dem Gott, der Israels Gott ist. Weiter fährt David fort: Nun aber (da die Zeit des neuen Testamentes gekommen ist) gibst Du, Gott, einen Gnadenregen, und Dein Erbe, das dürr ist, erquickest Du. Was dieser Gnadenregen sei, wird Jes. 44,3. angezeigt. Gott lasse denselben auch auf mich und die Meinigen reichlich fallen, und uns, die wir ein dürres Erdreich sind, dadurch erquickt und fruchtbar werden. (Magnus Friedrich Roos)


Singt um einander dem HErrn mit Danken, und lobt unsern Gott mit Harfen.
Mit diesem Sprüchlein werden wir ermahnt zu der schönen Tugend der Dankbarkeit. Wir sollen oft bedenken, wie viele Wohltaten wir von Gott täglich empfangen an Leib und Seele, und dasselbe alles aus Gnaden, dafür Gott dem HErrn auch viel Dank gebührt; ja für eine jede Wohltat gebührt Gott unserm Vater, dem Schöpfer, viel Dank, und für solche große Wohltaten gebührt auch Gott großer und herzlicher Dank. Darum, wenn wir unser ganzes Herz, uns selbst ganz und gar Gott opferten zur Dankbarkeit, wäre es allzu wenig, wie der Prophet sagt: Der Libanon wäre zu wenig zum Feuer, und seine Tiere zu geringe zum Brandopfer, Jes. 40,16; oder wie Tobias zum Engel Raphael sagte: Mein Bruder! wenn ich mich dir gar zu eigen gäbe, so wäre es doch nichts gegen die Wohltat, die du mir erzeigt hast, Tob. 9,2. Ein recht dankbares Herz ist vor allen heiligen Engeln ein schönes liebliches Saitenspiel - die rechte Harfe, die vor Gott wohl klingt. Es muss auch eine schöne Zierde und Schmuck sein vor den Augen Gottes, Gott demütiglich danken; denn dadurch gibt man Gott allein die Ehre, und achtet sich aller Wohltaten Gottes unwürdig, wie Jakob sprach: Ich bin viel zu geringe aller der Barmherzigkeit, die Du an mir getan hast, 1, Mos. 32,10.

Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu Dir, Vater, als Dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben; bis ich Dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. (Johann Arnd)


Singt um einander dem Herrn mit Danken, und lobt unseren Gott mit Harfen: der den Himmel mit Wolken verdeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Erden wachsen lässt; der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. Preise, Jerusalem, den Herrn, lobe, Zion, deinen Gott.
Ein Aufruf, zu kommen, Herr, vor dein Angesicht, vor dir uns zu demütigen, dir von Herzen zu danken und mit Freuden zu loben deinen Namen. Du lässt dich nicht unbezeugt. Du gibst vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten und bist ein Vater und Versorger wie der Menschen, so aller deiner Geschöpfe. Aber vor dir soll kein Fleisch sich rühmen. Alles soll vor dir sich tief beugen in den Staub. Nur Glauben und Herzensdemut lässt du gelten vor dir. Zu dem Glauben sprichst du: Dir geschehe, wie du glaubst. Und den Demütigen gibst du Gnade, aber den Hoffärtigen widerstehest du. Als du den Glauben sahst, mit welchem der Hauptmann von Kapernaum zu dir kam, und seine Herzensdemut dir nicht entging, in welcher er vor dir stand, da verwundertest du dich seines Glaubens und seiner Demut, lieber Herr und Heiland Jesu Christe, und riefst: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden. Der Hauptmann war nicht aus dem Geschlechte Israels, sondern aus dem Volke der Heiden. Du aber lässt kein Ansehen der Person vor dir gelten. Des freuen wir uns und sind fröhlich darüber, dass du nicht achtest auf Jemandes Macht und Ehre, sondern nur merkest, ob ein Mensch Glauben habe und von Herzen demütig sei. Wäre sein Glaube auch nur erst einem Senfkorn gleich. Glaube und Demut sind deine Freude an uns. Denn so wir Glauben haben und Demut wie Kindeseinfalt, so kann uns geholfen werden von dir. Und du möchtest ja allen Menschen so gern helfen ohne Unterschied. Darum bitten wir dich, lieber Heiland, hilf uns zu beiden und schenke uns beide. Lehre uns unser Elend ansehen, und unsere Sünde, dass wir uns selber recht klein und vor dir kindlich demütig werden. Offenbare uns aber auch immer mehr und mehr aus deinem Worte, das du uns verkündigen lässt, und aus den Wegen, die du uns führst, deine Gottesmacht und Gnade. So werden wir an dich glauben, und im Glauben an dir bleiben, dem treuen Heiland, bis du uns bringen wirst zum rechten, ewigen Vaterland. Kyrie Eleison! Amen. (Carl Gottlieb Just)

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