Lukas 4,13
Andachten
Und nachdem der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, stand er eine Zeitlang ab.
Es gibt Stunden der Macht der Finsternis. Und es gibt herrliche Gnadenstunden des Herrn. Böse Zeiten kommen, aber auch Heilszeiten brechen an. Für eine Zeitlang kann Satan dem Bekehrten sehr nachstellen. Wo immer er sein mag, fühlt er sich von Finsternismächten umringt. Er kommt sich vor wie eine vom Feinde eingeschlossene Stadt. Der Himmel scheint ehern zu werden, die Lebenszuflüsse sind wie abgeschnitten. Das sind Tage und Nächte der Not! Womit habe ich das verschuldet? fragt der Bedrängte. Habe ich mit lockeren Grundsätzen diese gemeinen Wesen angelockt? Hat mich der Herr verlassen? Wie schändlich, wie hässlich bin ich! Nie hätte ich gedacht, dass solche Dinge mich noch anfechten könnten! Lieber Mitpilger, harre des Herrn, sei getrost und unverzagt und harre des Herrn! Lege nicht so viel Gewicht auf die jetzigen Stürme. Jesus bleibt Sieger, auch im Gefängnis bist du in Seiner Hand. Zur Bewährung lässt Gott den Feinden ihr Spiel. Bleibe treu. Sorgfältiger als je wandle vor dem Unsichtbaren, als ob du Ihn sähest. Bald schlägt Gottes Stunde. Dann gehst du geläutert aus dem heißen Tiegel heraus. Im Sonnenschein der Gnade darfst du dann wieder wandeln. Deine trüben Erfahrungen aber haben dich dem Herrn nähergebracht. Ihm singst du Jubellieder. Nicht die Unfrommen, gerade Gottes Auserwählte stehen den Angriffen der Hölle am nächsten. Auf der Seite des Sohnes Gottes stehend, wirst du beständig belästigt, bedrängt, angegriffen von ihm, der den Sohn Gottes zu Fall bringen wollte. Darum wache und bete! (Markus Hauser)