Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » Altes Testament » Psalter » Psalm 4,8
Zuletzt angesehen: Psalm 48,4 Psalm 4,8

Psalm 4,8

Psalm 4,8

Andachten

Du erfreust mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden, denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne!
Was David singt: „Du erfreust mein Herz“, das hat Jesus den Seinen neu verheißen, da Er spricht: Euer Herz soll sich freuen! und hat es erfüllt, da Er auferstanden ist von den Toten und offenbarte sich ihnen, und nun heißt es: da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Was ist neben solcher Freude die Weltfreude der fleischlich Gesinnten an Wein und Korn. Dahinter steht immer die bleiche Furcht, dass es ihnen unter den Händen zerrinne, und der Tod komme, der allem Essen und Trinken ein Ende macht. Dagegen, wo der Auferstandene das Herz erfreut, da wohnt man ganz sicher, denn es gibt keine feindliche Macht, die uns solche Herzensfreude nehmen könnte, daher auch Jesus ausdrücklich sagt: „eure Freude soll Niemand von euch nehmen!“ Und wenn wir zuletzt daliegen mit stillem Gesicht und gefalteten Händen in unserem engen letzten Bette, so schlafen wir ganz in Frieden, denn auch daselbst wohnen wir ganz sicher und geborgen im Schatten der Flügel des Allmächtigen und unter dem Schirm des Höchsten. Gerade so hat Jesus vor uns gelegen im Grabe Josefs, wo sie Ihn sorgsam gebettet hatten, bis an den dritten Tag. Warum sollten wir nicht auch in Frieden daliegen bis an Seinen Tag? - O Jesu, Du großer Erstling unter Denen, die da schlafen, wir danken Dir für Dein Vorangehen, und freuen uns der seligen Nachfolge! Und doch laufen die Kinder der Welt nur nach Wein und Korn, als ob's gar nichts Anderes und Besseres gäbe, und als ob niemals eine Stimme gesprochen: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von Dir fordern! Lasst uns doch einstimmen, als in das schönste Abendlied, in den Freudenpsalm Davids: „Du, mein auferstandener Heiland, Du erfreust mein Herz!“ (Nikolaus Fries)


Du erfreust mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.
Lieber die Tür hüten in Gottes Hause denn wohnen in der Gottlosen Hütten; lieber eine Stunde lang mit bußfertigem Herzen Gottes Gnade empfinden, als Jahr für Jahr im Sonnenschein der Welt wandeln! Ja, Christus im Herzen ist besser als Korn in der Scheune und Wein im Fass. Diese sind nur irdische Gaben, aber das Licht von Gottes Angesicht ist eine Gabe vom Himmel. „Du bist bei mir“, das klingt süßer als der Gesang der Schnitter, die den vollen Erntewagen einfahren. Wenn gleich meine Scheune leer ist - ich bin doch reich und glücklich, wenn nur mein Heiland mich anlächelt; aber ohne ihn bin ich arm, und wenn ich die ganze Welt besäße. Unser Spruch bildet - als Herzenserguss des Gerechten - den Gegensatz zu dem, was die große Menge (Vers 7) sagt: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ Wie schnell verrät doch die Zunge den Mann. „Sprich, damit ich sehe, wer du bist,“ sagte Sokrates zu einem wohlgestalteten Jüngling. Man kennt die Glocke am Klang, den Vogel am Gesang. Die Eule kann nicht ein Jubellied schmettern wie die Lerche, die Nachtigall kann nicht kreischen wie die Eule. Sorgen wir, dass man auch an unserer Sprache uns als Bürger Kanaans erkenne und nicht für Fremdlinge halte. (Charles Haddon Spurgeon)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_4_8.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain