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Psalm 23,3

Psalm 23,3

Andachten

Er erquickt meine Seele, Er führt mich auf rechter Straße um Seines Namens willen.
Was ist denn nun die rechte Straße, die zum ewigen Leben führt? „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben,“ sagt der HErr Christus, „niemand kommt zum Vater, denn durch Mich.“ Auf diesen Weg kommen wir durch Gottes Wort, das führt uns recht zu Christo; durch den Glauben an Christum kommen wir zur Wahrheit und damit auch zum Leben. Gottes Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Weg. Das zeigt uns den rechten Weg des Glaubens und den rechten Weg eines heiligen Lebens, und deren Spiegel ist das lebendige Beispiel unseres HErrn JEsu Christi. Wenn wir in Christo suchen unsere Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit, so ist das der rechte Weg und die Wahrheit und auch das Leben. Das alles tut aber der HErr an uns, um Seines Namens willen, auf dass Sein Name dadurch groß und herrlich und im Himmel und auf Erden ausgebreitet, gelobt und gepriesen werde. Dein, o Gott, soll allein die Ehre, der Ruhm, Lob und Preis sein, denn solches alles ist uns allein aus lauter Gnade und Barmherzigkeit widerfahren. (Johann Arnd.)


Wenn die Seele betrübt und traurig ist, müde und matt vom Seufzen, so kann sie nichts erquicken als die grüne Aue des göttlichen Worts und das frische Wasser des göttlichen Trostes. Deine Gnade ist besser denn Leben, sagt Psalm 63, 4; denn was hilft's, leben und lange leben, ja ewig leben ohne Gottes Güte und Gnade. Die Erquickung unserer Seele besteht aber vornehmlich in Vergebung der Sünden, wie der Herr sagt: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Daran gedenkt doch, wenn ihr betrübt und traurig seid; der Herr hat gesagt, er wolle eure Seele erquicken. Der Psalmist sagt aber ausdrücklich: er erquickt meine Seele; allein um die Seele ist's ihm zu tun. Wenn diese ihre Erquickung hat, dann ist er zufrieden. So herzlich sehnen sich die Gläubigen nach den himmlischen ewigen Gütern, nach der Gerechtig keit Christi, nach himmlischem Trost, nach ewigem Leben, nach Gott selbst, denn die Seele kann ja mit nichts erquickt werden, als mit Gott selbst. Aber freilich die meisten Menschen suchen nur leibliche Erquickung und Ergötzung, wenige suchen die geistliche, die Erquickung der Seele, die allein in Gott und Christo geschieht, und wenige Menschen wissen auch nur etwas von dieser Erquickung der Seele. Denn wenn Gott die Seele recht erquicken soll, so muss sie leer, ledig und frei sein von allen irdischen Dingen und darf nur in Gott ruhen, muss in ihm ihre Freude haben und nicht in den Kreaturen oder im Zeitlichen. Zu den Eigenschaften eines guten Hirten gehört nun auch, dass er die Schafe sich nicht von der Herde verirren lässt, sondern sie auf rechter Straße führt. Dass aber die Schafe so leicht sich verirren, das ist ein Bild der menschlichen Schwachheit. Darum klagt auch der Prophet Jesaias: wir gingen alle in der Irre wie Schafe, aus einer Sünde in die andere. Was ist denn nun die rechte Straße, die zum ewigen Leben führt? „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben,“ sagt der Herr Christus, „niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ Auf diesen Weg kommen wir durch Gottes Wort, das führt uns recht zu Christo; durch den Glauben an Christum kommen wir zur Wahrheit und damit auch zum Leben. Gottes Wort ist unsers Fußes Leuchte und ein Licht auf unserm Wege. Das zeigt uns den rechten Weg des Glaubens und den rechten Weg eines heiligen Lebens, und deren Spiegel ist das lebendige Beispiel unsers Herrn Jesu Christi. Wenn wir in Christo suchen unsere Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit, so ist das der rechte Weg und die Wahrheit und auch das Leben. Das alles tut aber der Herr an uns um seines Namens willen, auf dass sein Name dadurch groß und herrlich und im Himmel und auf Erden ausgebreitet, gelobt und gepriesen werde. Dein, o Gott, soll allein die Ehre, der Ruhm, Lob und Preis sein, denn solches alles ist uns allein aus lauter Gnade und Barmherzigkeit wiederfahren! (Joh. Arndt.)


Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße, um seines Namens willen.
Er selber erquickt unsere Seele; nur Er ist unser Erquicker und unsere Erquickung. Die aber einem Andern nacheilen, werden viel Herzeleid haben müssen. Auch Christen suchen noch so oft ihre Erquickungen außer dem Herrn, nicht in ihm selber. Die lebendige Quelle ist nicht der Prediger, nicht eine christliche Versammlung, nicht eine Verpflanzung an einen Ort, wo viel christliches Leben ist; nichts ersetzt den Herrn selber und den persönlichen Umgang mit ihm. Man kann auch in der erbaulichsten Predigt, in dem gesegnetsten Kreise, an dem günstigsten Ort oft nur obenhin berührt werden, und im Grund des Herzens das nicht erhalten haben, was man brauchte. Man hatte nämlich vergessen: Er erquickt meine Seele; ihm ist nichts gleich. An der Quelle bekommt man das Wasser am lautesten, und alle christlichen Hilfsquellen reichen doch nicht an den Herrn selber. Er allein ist vollgenügend und unerschöpflich. Eine von ihm erquickte Seele findet dann auch immer, dass die Straße, die der Herr sie führt, die rechte ist; sie ist eben darum die rechte, weil der Herr auf derselben führt. Er tut das um seines Namens willen, um sich in unsern Wegen zu verherrlichen. Wir haben etwas Festeres in schweren Zuständen, als unser Herz, unser festes Schloss ist dann der Name des Herrn. Um seiner selbst willen will er uns führen und leiten; wir haben nicht an unserer Schwäche oder von dem erschreckenden Charakter unserer Lage auszugehen; der gute Hirte weiß recht gut, wohin er uns führt, und Berge zerschmelzen wie Wachs vor ihm. Machen wir es uns zum Gesetz, nicht an morgen zu denken; heute und die Ewigkeit, das sei unser Losungswort. Da bleibt man stets auf der rechten Straße; auch aus den steilsten Felsen, wenn der Herr daran schlägt, können Wasser der Erquickung fließen, wenn es uns um Ihn zu tun ist, und wir fest und eng an ihn angeschlossen bleiben. (Friedrich Lobstein)

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