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2. Korinther 12,5

2. Korinther 12,5

Andachten

Davon will ich mich rühmen; von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit.
Die hohe Offenbarung, welche der Apostel empfangen hatte, war allerdings ein Ruhm, der alle seine Gegner in den Schatten stellte, und der ihn auch weit über diejenigen erhob, zu denen er redete, denn damit hatte ihn Gott ausgezeichnet, ihm sein besonderes Wohlgefallen bezeugt und ihn zu den Auserwählten gezählt. Er weiset auch diesen Ruhm nicht von sich, denn sein Schweigen könnte eine Hinderung werden für die Sache seines HErrn. Die aber liegt ihm am Herzen und dringt ihn jetzt, sein Schweigen zu brechen, indem er die heiligste und seligste Stunde seines Lebens ans Licht bringt. Aber damit niemand glaube, dass er seine eigene Ehre suche, fügt er sogleich hinzu: Von mir selbst will ich mich nichts rühmen ohne meiner Schwachheit. Er meint die Schmach und Trübsal, die er um seines HErrn willen zu erdulden hat; denn er ist frei von allen Ansprüchen an die Welt, er verlangt nicht, dass sie ihn ehre und lobe, er erwartet nicht, dass sie ihn mit Gutem lohne, nein, er ist es so gewohnt, er ist es zufrieden, ja er rühmt sich dessen, dass er in lauter Schwachheiten einhergeht und Schmach, Nöte, Verfolgungen und Ängste um Christi willen sein täglich Teil sind. Da wird er klein und der HErr wird groß, er nichts und der HErr alles, und so hoch er über uns steht in seiner himmlischen Offenbarung, so können wir doch hierin ihm nachfolgen. Gar keinen eigenen Ruhm zu haben, sondern täglich mehr zunichte, arm und schwach zu werden, aber der Kraft Christi alles zuzutrauen und Ihm in allem die Ehre zu geben, das ist der Christen höchster Ruhm.

Ach HErr, wir sind ja nicht tüchtig etwas zu denken als von uns selber, sondern dass wir tüchtig sind, das kommt allein von Dir. Mache zunichte alle Götzen dieser Welt, vor allem den Götzen, der in unserm eigenen Herzen sitzt und Dir die Ehre nimmt, damit er sie sich selber gebe. Lass uns alles tun zu Deiner Ehre und zu unserer Seligkeit und von nichts wissen, als von unserer Schwachheit und von Deiner Stärke, damit wir Deine Gnade suchen, die allein uns erhalten und in unserer Schwachheit aufrichten kann. Denn das ist gewiss wahr: Sind wir schwach, so bist Du stark in uns, und werden wir klein, so wirst Du groß in uns. Amen. (Hermann Haccius)

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