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Johannes 3,36

Johannes 3,36

Andachten

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Hier hat man alles beisammen, worauf alles ankommt für Zeit und Ewigkeit. Leben oder Tod wird uns hier vorgelegt, das Eine oder Andere muss man wählen, es gibt kein Drittes. Wer Christum erwählt, sucht, findet, ins Herz bekommt und wirklich im Herzen hat, dem wird das ewige Leben von Gott ohne weitere Bedingung zugesprochen. Denn als ein lebendiges Glied am Leibe Christi ist er auch ein Miterbe Jesu Christi, das ewige Leben ist sein Erbteil - schon hier und dort vollständig. Wer Christum nicht sucht, nicht erwählt, nicht an ihn glaubt, dem wird eben darum, weil er den Sohn Gottes nicht hat, das ewige Leben rein abgesprochen, es ist, als ob der Stab über ihn gebrochen wäre, er ist durchaus arm, was sage ich? er ist ärmer, als arm, denn er ist weit mehr schuldig, als er bezahlen kann. Nun kann er mir zwar antworten: es gibt doch sehr viel Böses, das ich nicht begangen habe. „Gut, das darfst du aber nicht in Rechnung bringen, so wenig der Dieb mit dem, was er nicht gestohlen hat, bezahlen kann für das, was er gestohlen hat.“ Ich habe aber auch sehr viele gute Vorsätze gehabt! „Gut, wenn aber deinen guten Vorsätzen der Nachsatz, d. h. die Ausführung gefehlt hat, so gelten sie hier nichts.“ Ich habe aber auch sehr viele gute Gedanken gehabt und in mir gehegt. „Gut, wenn sie dich aber nicht zu guten Handlungen geführt haben, so fällt auch dieser Artikel weg.“ Nun, ich habe doch auch viele gute Worte geredet. „Gut, die wollen wir von der Unzahl deiner unnützen und bösen Worte abrechnen und sehen, was übrig bleibt.“ Aber ich habe auch viele gute und gutgemeinte Werke getan. „Gut, die wollen wir ebenfalls von der Zahl deiner bösen Handlungen abziehen, wiewohl du mit jenen bloß deine Schuldigkeit tatest. Aber nun sage mir, sind dir deine guten Werke und Worte nicht schon alle reichlich bezahlt? Wie viele Wohltaten hast du dafür schon von Gott empfangen! Sind deren nicht viel mehrere, als alle deine guten Werke und Worte wert waren? Was dir schon vergolten ist, das wirst du doch nicht zum zweiten Male in der Rechnung aufführen wollen, als ob es dir zu gut käme!“ Hierauf muss der arme Schuldner verstummen. Er ist in der Tat ärmer als arm. Siehe also, wie dirs geht ohne den Sohn Gottes! (Ludwig Hofacker)

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