Matthäus 5,24
Andachten
Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eingedenk, dass dein Bruder etwas wider dich habe, so lass allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder.
Das durch unsere Lieblosigkeit gestörte Verhältnis zum Nächsten bringt auch ein gestörtes Verhältnis zu Gott. Ach, wenn wir dies doch immerdar vor Augen hätten und bedächten, dass wir mit unseren Versündigungen eine Kluft aufbauen, welche uns den Genuss der göttlichen Gnade raubt und dass die Zorneswolken im Herzen es ausrichten, dass auch der Gnadenhimmel mit Wolken sich umzieht, wir würden uns mehr in acht nehmen und unsere Seele mehr in unseren Händen tragen. Lieber, hüte dich! Hat dein Nächster aber etwas wider dich, hast du dich an ihm versündigt, so biete die Hand und mache gut, was gut zu machen ist; hat jemand dich gekränkt, so blicke mit deiner Bitterkeit aufs Kreuz und auf die Liebe, die nicht wieder schalt, da sie gescholten ward. Es wird helfen. (unbekannt)