Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » Altes Testament » Psalter » Psalm 91,15
Zuletzt angesehen: 1. Mose 16,7 1. Mose 22,2 Psalm 91,15

Psalm 91,15

Psalm 91,15

Andachten

Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.
So bist du bei uns, Herr, unser Gott. In keiner Not willst du es an dir fehlen lassen. In keiner Not sollen wir zu Schanden werden. Wir sollen nur rufen, so willst du uns erhören; wir sollen nur deiner Hilfe begehren, so willst du uns herausreißen aus jeder Not. Ja die Not willst du durch dein gnädiges Zutun also wenden und enden, dass sie uns zu lauter Segen wird und uns fördert zum Heil der Seelen im ewigen Leben. Als die Wellen hochgingen und das Schifflein mitten auf dem Meere Not litt und die Jünger fürchteten zu verderben, da erfuhren sie es, dass man nur zu seinem Gott zu rufen braucht, um von ihm erhört und errettet zu werden. Du, lieber Herr und Heiland, Jesu Christe, bedrohtest den Wind und das Meer und risst die Deinen alsobald heraus aus ihrer Not. Darum ist ja das Wort: Er ruft mich an, so will ich ihn erhören, zugleich dein Wort, ist der süße Trost, mit dem du unser armes Herz trösten willst. Vor allem wollen wir uns daraus merken die Worte, durch welche du uns deiner Allgegenwart und Nähe versicherst, die Worte: Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ja, gewiss, du bist nicht weit von uns. Je größer der Schmerz ist, der uns trifft, je schwerer das Kreuz ist, das uns drückt, desto näher bist du bei uns, desto näher und freundlicher haben wir dich. Darum hatte ja sicher jener von deinen Freunden Recht, der mit deinem treuen Herzen vertraut war. Er hatte Recht, dass er bei der Einkehr in das gastliche Haus seines über vieles Kreuz weinenden Freundes, als er hörte von den großen Bekümmernissen und Nöten darin, denselben aus seinen seligen Erfahrungen heraus tröstete und sprach: „Lieber Bruder, so bin ich zwiefach gerne bei dir; denn an deiner Not merke ich, dass der liebe Heiland bei dir in deinem Hause ist!“ Das Kreuz im Hause war ihm eben ein Zeichen deiner Nähe und Gegenwart. Nun, lieber Herr Jesu, lass es nimmer von unserem Herzen kommen, dass du bei uns bist, immer, immer, doch mehr unter der Last, als über der Lust, mehr im Leid, als in der Freud. So gehen wir denn auch heute, die wir hier gegenwärtig in deinem Namen bei einander sind, ein jeglicher seinen Weg und an sein Werk. Und wenn wir des Tages Last und Mühe erfahren, so trösten wir uns des: Ist Jesus nur bei uns, so hats sicherlich keine Not. Amen! (Carl Gottlieb Just)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_91_15.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain