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Hiob 5,18

Hiob 5,18

Andachten

Denn er verletzt und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt.
Gottes Kinder werden oft gezüchtigt und des Herrn Hand liegt schwer auf ihnen; aber in der Züchtigung verbirgt Er seine väterliche Güte, und in der Trübsal seine unendliche Liebe. Ein Hirt hatte ein Schäflein, das er auf eine bessere Weide führen wollte; er rief nach ihm, aber es kam nicht; er führte es, aber es wollte nicht folgen; er trieb es, aber es lief nur, wo es selbst hinwollte. Da nahm der Hirt das Lämmchen, das neben seiner Mutter herlief, auf die Arme und trug es weg, und alsbald folgte ihm auch die Mutter. So ist's auch mit dir. Gott rief nach dir und du kamst nicht; Jesus sprach: „komm,“ aber du wolltest nicht. Er sandte dir Trübsal, aber du kamst immer noch nicht. Endlich nahm er dir dein Kind, und nun folgst du dem Heiland. So geschieht alles aus Liebe, was der Hirte tut. Er nimmt das Lamm, um dessen Mutter an sich zu locken, und der Heiland hat dein Kind zu sich in den Himmel genommen, damit er dich nachziehe. O selige Trübsal, seliges Vermissen, selige Trauer, wenn aus dem Tod deines Kindes geistliches Leben für dich erwächst! Missverstehe die Sprache der göttlichen Vorsehung nicht. Wenn du sie richtig verstehst, so lautet sie: „Welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich.“ Komm, wir wollen umkehren zu dem Herrn, denn er verletzt und verbindet, er zerschlägt und seine Hand heilt. (Charles Haddon Spurgeon)

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