Matthäus 9,28

Andachten

Und da er heim kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.
Furchtsame Seelen finden es sehr schwer, die Verheißungen als ihnen gegeben anzusehen und zu ergreifen. Sie meinen, es wäre anmaßend, sich etwas so gutes und köstliches anzueignen. Man kann es aber als eine allgemeine Regel aufstellen, dass wenn wir den Glauben haben, eine Verheißung zu ergreifen, dann die Verheißung auch uns gilt. Der, der uns den Schlüssel zu dem Schloss seiner Tür gibt, will auch, dass wir die Tür öffnen und eintreten. Es ist keine Anmaßung, wenn wir demütig dem glauben, was Gott spricht, aber in unsern Zweifeln an seinem Wort kann recht viel Anmaßung liegen. Wir werden schwerlich darin fehlen, dass wir der Verheißung zu sehr vertrauen. Wir haben sehr oft zu wenig Glauben, aber niemals zu viel. Es ist sehr gewöhnlich, dass man Gott zu wenig vertraut; zu viel kann man ihm nicht vertrauen. „Euch geschehe nach eurem Glauben,“ das ist ein Segenswort, das der Herr nicht zurücknimmt. Wenn du könntest glauben; alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Es steht geschrieben: „Sie konnten nicht hineinkommen um des Unglaubens willen;“ aber es steht nirgends geschrieben, dass jemand, der durch den Glauben einging, wegen seiner Frechheit gescholten und wieder hinausgejagt wurde. (Charles Haddon Spurgeon)

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