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1. Johannes 4,5

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Andachten

Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört sie.
Vielen Menschen ist gar nicht beizukommen; man findet sie nie in einer Stimmung, in welcher man ihnen ein ernstes Wort sagen könnte. Sie sind durch und durch weltlich; es ist nicht eine geistige Ader in ihnen. Ihr Leben fliegt der Ewigkeit entgegen, auf ihren Tod folgt ein Gericht, ihre Sünden schlafen noch alle und es ist, als ob Alles das sie nichts anginge. Ihre Gedanken, ihre Worte, ihre Pläne, ihr ganzes Wesen gehört dieser Welt an; sie sind von der Welt, und reden von der Welt, und die Welt hört sie. Neben solch einem Menschen sitzen zehn andere, die auch so strohern sind, wie er; Gleich und Gleich gesellt sich gern; diese Armen können oft stundenlange Konversationen mit einander führen; ein Christ neben ihnen möchte aus der Haut fahren, und doch kann er ihnen nichts sagen. Aber die Weltliebe regiert auch noch ein Christenherz so sehr! In wie viele weltliche Gedanken verliert man sich noch, wenn man betet! Wie kalt ist noch und wie unterbrochen unser Umgang mit dem Herrn! Wie sträubt man sich, wenn man etwas opfern soll, und wie wurmt oft das, was man geopfert hat! Die Welt ist nicht nur in den Dingen, sondern auch noch in den Erinnerungen, in den Sorgen, in den Erwartungen, in den tausend Eindrücken; die fortdauern, wenn die Dinge selbst uns schon lang' aus den Augen gerückt sind. Heißt es nicht auch noch von uns: Sie sind von der Welt, darum reden sie von der Welt, und die Welt hört sie? Wie muss der Herr an unsern falschen Fundamenten rütteln, um uns zu erinnern, wem wir angehören und wo wir hin gehen! Wie haben wir täglich um ein freies Herz zu beten, um die Welt los zu sein, die uns von Jesu so fern hält! Wie haben wir zu danken, wenn der Herr uns selbst zu Hilfe kommt, unsere Ketten und Bande uns zeigt, die Nichtigkeit alles Irdischen uns aufdeckt, und uns wieder schmachten lässt nach Leben und Unvergänglichkeit! (Friedrich Lobstein)

Predigten

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