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1. Johannes 3,9

1. Johannes 3,9

Andachten

Er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.
Warum kann er nicht sündigen? Weil er aus Gott geboren ist! Die Sünde ist seiner neuen Natur zuwider. Er kann nicht hassen, er muss lieben, er kann nicht murren und klagen, er muss loben und danken, er kann nicht zweifeln und misstrauisch sein, er muss glauben und vertrauen; weil er ein Kind Gottes ist, darum ist bei ihm alles neu geworden. Wer aus Gott geboren ist, der kann nicht fluchen, er muss segnen; er kann nicht im Wirtshaus bei den Spöttern sein, der Herr erfreut ihn in Seinem Bethause; er kann nicht rennen und jagen nach gottwidrigen Dingen dieser Erde, er muss trachten nach dem, das droben ist. Und wenn ein Wiedergeborener strauchelt oder fällt, so zeigt es sich gerade da, dass er einer höheren Welt angehört; er kann nicht liegenbleiben, er kann unmöglich in der Sünde verharren; er hat keine Ruhe, bis er wieder in Jesus Ruhe gefunden hat. Je öfter ein Kind einen Fehler überwindet, desto kräftiger wird die neue Natur. Heiligung ist Sieg über die Sünde. Mit zunehmendem Alter in Christus sollte das „Er kann nicht sündigen!“ immer stärker hervortreten. Die heiligende Gnade ist die Kraft wider das ungöttliche Wesen, und diese Kraft strömt denen zu, welche sie gebrauchen. Sage an, lieber Jünger des Herrn, wieviel hast du schon hiervon selbst erfahren? Wer mit Werken umgeht, kann nicht von Gnade leben, wer aber auf den Herrn vertraut, der wird reines Herzens werden. Dieser Gnadenstand bringt köstliche Erquickungen. Wir müssen der Sünde entwöhnt werden, in ihr und durch sie kein Glück mehr suchen; was uns beseligt, strömt nur von Gott uns zu. (Markus Hauser)


Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt bei ihm, und kann nicht sündigen; denn er ist von Gott geboren.
Auch dies Evangelium wird nur den Armen gepredigt, nur solchen, welche aller Sünde von Herzen feind sind, und Lust zu aller Gerechtigkeit haben; welche die Erstlinge besitzen des Geistes, den wider das Fleisch gelüstet; deren Zweck die Heiligkeit ist, und die so weit entfernt sind, irgend auf eine Weise eine Erlaubnis zum Sündigen zu begehren, dass sie es vielmehr für einen sehr wesentlichen Teil ihrer Seligkeit ansehen, dass der Sohn Gottes sie wahrhaftig von allem Sündendienst frei macht, welches sie auch je mehr in sich selbst gewahr werden; welche durch wahren Glauben mit Christo verbunden sind, der ihnen zur Heiligung gemacht ist. Von solchen heißt es in gewissem Betracht: sie sündigen nicht, ja können nicht sündigen. Nicht in dem Sinne, wenn sie etwas Böses sagen oder tun, so ist's ihnen nicht böse, da es dies ja den Andern sein würde; das wäre eine höchst gräuliche und verabscheuungswürdige Meinung, welche nur ein Werk des Teufels sein könnte. Wer in solchem Sinne sagte: Wir haben nicht Sünde, - der betrügt sich selbst, und die Wahrheit ist nicht in ihm. Jenes gilt von der neuen göttlichen Natur, der sie vermittelst der Wiedergeburt teilhaftig worden sind, von dem Sinne, den sie empfangen haben, zu erkennen den Wahrhaftigen, und sind in dem Wahrhaftigen, in dem Sohn Jesu Christo; derselbe sündigt nicht und kann nicht sündigen. Es ist die pure Unmöglichkeit selbst; solche sündigen auch nicht so, dass sie darin umkommen. Der Gerechte fällt, aber er wird nicht weggeworfen. (Gottfried Daniel Krummacher)

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