1. Petrus 3,7

1. Petrus 3,7

Andachten

Dass euer Gebet nicht verhindert werde!
Auch Petrus geht auf das Familienleben ein und auf das Verhältnis der Ehegatten. Die Familie ist ja die Kirche im Kleinen; nur wenn man von Haus aus in die Kirche etwas mitbringt, kann die Gemeinde als solche gedeihen. Alles liegt am Gebet, am einsamen wie am gemeinschaftlichen. Dies ist aber der Punkt, den der Feind am meisten angreift. Entweder werden die Hausmitglieder träg zum Gebet, oder sie verlassen sich das Eine auf das Gebet des Andern; oder noch ein Fall es liegt zuweilen ein Bann auf dem Gebet und das ist's, was der Feind am meisten sucht. Petrus spricht hier von dem Gebetsverkehr der Ehegatten. Wo Ehegatten nicht miteinander beten eine allgemeine Hausandacht reicht nicht aus da ist auch keine Grundlage des häuslichen Glücks. Wo hingegen Mann und Frau dem Herrn ihre Knie beugen, da verheißt auch der Herr Segen und Leben immer und ewig. Aber das sucht eben der Feind zu hindern. Es schleicht sich so Manches in das Verhältnis der Ehegatten ein, was die Leute auf der Gasse nicht wissen und die Quelle alles Jammers ist. Da Beide ein Fleisch sein sollen, so ist auch das geringste Missverhältnis ein Bann, der auf dem Gebet liegt. Kann man noch miteinander beten, wenn etwas Steifes im Herzen ist? Und wenn man so die Sonne untergehen lässt, ohne Frieden und wahrhaftige Versöhnung, wird nicht derselbe Fall bald wieder eintreten und zuletzt Tagesordnung werden? So lang man beten kann, ist man glücklich, wie es auch um uns aussteht; ist aber das Gebet gehindert, so hat der Feind über das ganze Leben Macht. Und wenn auf dem gemeinschaftlichen Gebet ein Bann ruht, ist das Leiden nicht ein doppeltes für jeden Teil? Der Mann leidet für sich und für seine Frau, die Frau ebenso, und doch will oft Reines den ersten Schritt tun. In solchen Lagen hat man Manches durchzukämpfen, bis es endlich zum Durchbruch kommt. Man gebe sich wenigstens dem Herrn, wie man ist; lieber mit einem Bann im Herzen vor den Herrn gekommen, als gar nicht vor ihn gekommen. Was in solchen Kämpfen besonders stärken kann, ist der Anblick der Bande Jesu. Er hat auch alle unsere inneren Gebundenheiten getragen, um uns zuerst den Glauben zu schenken: Du bist schon frei, und dann auch uns zuzurufen: Darum mache dich frei. Eigene Kraft hilft nicht, aber wir vermögen Alles durch den, der uns mächtig macht, Christum. (Friedrich Lobstein)


Auf dass eure Gebete nicht verhindert werden.
Oft werden wir am Gebet verhindert, wenn wir überhaupt lau werden in unsrem inneren Leben. Wenn jemand kalt und gleichgültig wird, so leidet gleich seine Andacht darunter. Wenn einem Kranken die Kräfte schwinden, so wird der Atem schwach und die Stimme heiser, und wenn bei einem Christen die geistliche Kraft abnimmt, so wird der Atem des Gebets und die Stimme des Flehens schwach. Das Gebet ist der wichtige Maßstab der geistlichen Kraft. Eine Stockung im Gebetsleben ist gefährlich und kann zum Tode führen. Was du auf deinen Knieen bist, das bist du in Wahrheit vor deinem Gott. Das Gebet des Pharisäers und des Zöllners war der Ausdruck ihres Seelenzustandes. Du kannst deinen guten Ruf vor den Menschen bewahren, aber es ist ein Geringes, von einem menschlichen Tage gerichtet zu werden, denn Menschen sehen nur das Äußere, während des Herrn Auge bis ins Innerste der Seele dringt. Wenn er sieht, dass du nicht betest im Kämmerlein, wird er nicht viel darauf geben, dass du fleißig in die Kirche gehst. Wenn du ein rechtes Gebetsleben führst, so dass auch außer den Zeiten der regelmäßigen Andacht, dein Herz mit Gott redet, dann steht es wohl mit dir, aber wenn dies nicht der Fall ist, wenn deine Gebete verhindert werden, dann ist entweder etwas in deinem inneren Leben, das hinaus muss, oder es fehlt dir etwas, das du dir möglichst schnell verschaffen musst. „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus geht das Leben;“ und Gebet ohne Unterlass gehört notwendig zum Leben. (Charles Haddon Spurgeon)

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