Epheser 5,3
Andachten
Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasst nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht, auch schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung.
Wie Gott die Liebe ist, so ist Er auch das Licht, und in Ihm ist keine Finsternis, darum schließt auch die Nachfolge Gottes alle Finsternis unbedingt ans. Finster aber ist alles Fleisch und aller Wandel nach dem Fleisch, finster ist alle fleischliche Gesinnung und alles Werk aus solcher Gesinnung; das alles ist nicht von dem Heiligen aus der Höhe, sondern von dem Argen in der Tiefe, und wer sich zu der Nachfolge Gottes bekennt, der muss sich davon mit allem Ernst und mit aller Entschiedenheit reinigen. Es ist unnötig zu beweisen, dass die schmutzigen Dinge, die der Apostel hier nennt, von der Nach folge Gottes ausgeschlossen sind, denn niemand wagt sie unter ihrem eigentlichen Namen zu verteidigen. Aber der Apostel verlangt noch mehr, als dass sie nicht getan werden, sie sollen nicht einmal in Worten unter uns vorkommen, denn schon das schandbare Wort verunreinigt den Menschen. Und wenn er dann noch die Narrenteidinge und den Scherz hinzufügt, so meint er nicht den harmlosen Scherz der Liebe und der Freude, sondern er meint das eitle lose Geschwätz, das allen Ernst des Lebens zur Torheit macht, das Heilige in den Staub tritt, die Gottseligkeit, die Liebe zu Christo, die Predigt und die Prediger, die Kirche und den Gottesdienst, Gott und Gottes Wort bespöttelt und ins Lächerliche zieht, und den redlichen Menschen zum Narren macht. Das ist für alle gesagt; denn es steht den Heiligen zu, solche Reden nicht bloß nicht zu führen, sondern auch nicht zu hören, da mit sie sich nicht fremder Sünde teilhaftig machen, und keiner kann das Ärgernis hinwegtun, welches ein einziges unüberlegtes Wort anrichtet.
HErr JEsu, Du Licht der Welt, wir können nicht die Deinen sein, so lange wir noch Gemeinschaft haben mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis. Erfülle uns denn mit einem rechten Hass und Abscheu vor allem, was aus der Finsternis ist, dass wir nicht nur keine unreinen Werke tun und unsern Mund rein bewahren vor allen schandbaren Worten, auch keine unreinen Gedanken und Begierden in unsern Herzen dulden, sondern alle unsere Begierde zu Deinem Lobe und Dienste immer erheben und Deinem allerheiligsten Willen nimmer widerstreben. Amen. (Hermann Haccius)