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Lukas 1,18

Lukas 1,18

Andachten

Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und mein Weib ist betagt.
Die Frage des Zacharias war eine Frage des Unglaubens. „Wobei soll ich das erkennen?“ Er will ein Zeichen als Bedingung seines Glaubens. Du darfst wohl beten: „Herr, tue ein Zeichen an mir, dass mir's wohl gehe“; aber du musst glauben, ehe du das Zeichen empfängst, nicht erst, wenn du es empfangen hast. Es ist ein großer Unterschied, ob wir alsbald glauben und nur noch um ein Zeichen beten, das unsern Mut stärke, oder ob wir in unsrem Eigensinn sprechen: „Ich glaube nicht, ehe ich ein Zeichen habe.“ So hat es Thomas gemacht. „Es sei denn, dass ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meine Hand in seine Nägelmale, so will ich's nicht glauben.“ Sein Herr ließ sich zu seiner Schwachheit herab, aber er sprach die bedeutsamen Worte: „Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Dann darfst du einen Segen erwarten, wenn du deinem Gott glaubst, ob du ein Zeichen siehst oder nicht, wenn du fest auf sein Wort baust, auch wenn du keine seligen Gefühle oder Verzückungen oder besondere Gnadenheimsuchungen erlebst. Unser Gott ist treu, auch wenn er nicht immer Wunder tut und Zeichen gibt. Dies muss uns unerschütterlich feststehen und wir dürfen keinem Zweifel daran Naum geben. (Charles Haddon Spurgeon)

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