Lukas 12,36
Andachten
Seid gleich Menschen, die auf ihren Herrn warten.
Sollte in hundert Jahren Jesus Christus der Herr noch nicht gekommen sein in Herrlichkeit, sollte selbst dann Seine Gemeinde immer noch eine wartende sein, so fühle ich mich mit der Erwartung Seines Kommens doch ganz und gar nicht getäuscht. Er hat mir befohlen, auf Ihn zu warten. Er hat es bestimmt ausgesprochen, dass Er bald kommen werde; wann? das hat Er nicht gesagt. Zeit und Stunde gebührt uns nicht zu wissen. Der Herr wird seine Gründe hierfür haben. Es ist gar wohl möglich, dass zwischen dem Kommen des Herrn im Fleische und Seinem Kommen zur Einnahme des Reiches ein Zeitraum von 2000 Jahren liegt. Aber das hindert mich nicht, auf Sein Kommen hinzuarbeiten und gleich einem Knechte zu sein, der stündlich auf seinen Herrn wartet. Nach Seinem Willen soll mein Erdenleben der Reichspredigt gewidmet sein. Nur Er weiß es so recht, warum schon die ersten Christen sehnlichst Seine Wiederkunft erwarten mussten, warum sie das Reich und nichts anderes beleben sollte. Tatsache aber ist es, dass alle, die Glieder des Leibes Christi sein wollen, jederzeit in voller Bereitschaft stehen müssen. Anders können sie Gott nicht gefallen! Wer nicht wartet, der kann einst nicht mitkommen. Fragst du mich also, warum ich täglich auf den Herrn warte und viel von Seinem Kommen rede und schreibe, so antworte ich: Der Heiland will es so haben. Er hat's befohlen! Und das ist genug. Täuschen kann sich keiner, der da tut, was der Herr befohlen hat. Die Reichshoffnung muss jeden durchglühen. Jesus wird Sein Werk mit starker Hand zum Ziele führen. (Markus Hauser)