Psalm 57,3
Andachten
Ich rufe zu Gott dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmähung des, der wider mich schnaubt.
Der Glaube darf nicht stumm sein; der wahre Glaube ist ein rufender Glaube. Wenn dein Gottvertrauen dich nicht zum Gebet treibt, so tu es von dir, denn dann ist es nur ein eitler, hochmütiger Wahn. Nur ein rufender Glaube erreicht etwas. „Ich rufe zu Gott dem Allerhöchsten.“ Gottes Höhe und Erhabenheit lockt den Glauben. Gott kann und will sich von seiner Höhe herabneigen, mich über den Trübsalssturm hinaufheben und meines Jammers ein Endemachen. Er hat es ja verheißen und er ist treu und erfüllt seine Verheißung. Wenn auf der Erde keine Hilfe ist für David, so sendet Gott Hilfe vom Himmel und errettet ihn ganz gewiss. Wenn die Wasserfluten die ganze Erde bedecken, so findet Gott eine Arche für die Seinen, und wenn ihnen die Erde keine Zuflucht mehr bietet, so holt er sie zu sich in den Himmel. Gewiss, er beschützt die Seinen. Und wenn nur eins von ihnen in Gefahr wäre: er würde den Himmel zerreißen, um ihm Hilfe zu bringen Hilfe, nicht nur aus der Gefahr Leibs und Lebens, sondern auch aus der Gefahr des guten Rufs, „von den Schmähungen des, der wider mich schnaubt.“ Oft sind die Feinde der Gerechten so wild und grausam, dass sie den Frommen am liebsten auf einmal verschlängen, wenn sie könnten; aber Gott lässt es nicht zu. Er sendet vom Himmel und hilft uns von der Schmähung des, der wider uns schnaubt. (Charles Haddon Spurgeon)