1. Mose 18,19
Andachten
“Ich weiß, Abraham wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, dass sie des HErrn Wege halten, und tun, was recht und gut ist, auf dass der HErr auf Abraham kommen lasse, was Er ihm verheißen hat.“
Der erste Schulmeister und Pfarrer wird da genannt, und das war Abraham. Abraham hat etliche hundert Knechte gehabt. Da wird er am Sabbat mit seinem Gesinde und seinen Kindern einen Gottesdienst gehabt haben, wobei er ihnen eine Predigt gehalten hat. Er hat auch mancherlei Anweisungen von Gott bekommen, wie mans einrichten soll mit gottesdienstlichen Handlungen und Opfern. Da hat er denn seinen Kindern und seinem Hause gesagt: „So müsst ihr's machen, wenn's soll recht sein.“ Deswegen hat ihn aber auch Gott wert gehalten, es ihm zu sagen, wenn Er etwas vorhatte, das auch für Abraham von Bedeutung war, wie z. B. das Gericht über Sodom. Gegenwärtig ist nun aber nicht mehr erstes Prinzip der Schulen und Hausordnungen, dass Groß und Klein möchte des HErrn Wege halten, und tun, was recht und gut ist. Aber so lang es so war, dass das Wort Gottes oben an stand in Schulen und Familien, stand's gut im Land und viel Segen Gottes war da. Der Segen Gottes hängt namentlich viel davon ab, wie die Jugend traktiert wird. Es ist nicht zu ermessen, wie viel Segen Gottes im Haus ist, wenn die Kinder aufs Göttliche und Höhere gelenkt werden. Wenn doch die Leute bedächten, wie leicht der Segen Gottes zu haben ist! Bedenken wir's, die wir's hören, und tun wir danach! (Christoph Blumhardt)