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1. Mose 21,14

1. Mose 21,14

Andachten

Da stand Abraham des Morgens frühe auf, und nahm Brot und eine Flasche mit Wasser, und legte es Hagar auf ihre Schulter und den Knaben mit, und ließ sie aus. Da zog sie hin, und ging in der Wüste irre bei Bersaba. V. 15: Da nun das Wasser in der Flasche aus war, warf sie den Knaben unter einen Baum, V. 16: und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne, eines Bogenschusses weit; denn sie sprach: Ich kann nicht sehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber, und hob ihre Stimme auf, und weinte. V. 17: Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel, und sprach: Was ist dir, Hagar? fürchte dich nicht! V. 19: Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah.

Seht da! Gottes Erbarmungen in der Wüste! das war ein Jammerbild, dies junge Weib, einst so übermütig und frohlockend, und nun so geschlagen. Brot und Wasser auf der Schulter und den Knaben an der Hand zieht sie hinaus; die weite Welt steht ihr offen, aber die glückliche Vergangenheit liegt verschlossen hinter ihr. Kein Wunder, dass ihre tränenschweren Augen den Weg verloren haben! irre in der Wüste, ohne Wasser im Sonnenbrand, hin sinkt der Knabe, seine Glieder lösen sich da legt sie ihn halbtot unter den Baum und schreit's hinaus in die endlose, tönende Wüste: Ich kann nicht sehen des Knaben Sterben! Aber die Wüste verschlingt nicht den Schrei. Über der Wüste breitet sich der Himmel. Von oben her kommt die Erbarmung. Die Stimme aus der Höhe ist eines Engels Stimme und die Hilfe ist nahe. Der Wasserbrunnen rauscht und Hagar ist gerettet. Es ist schon Mancher verirrt in der Wüste mit seinem mühseligen und beladenen Herzen, und schon oft hat eine arme Frauenseele geschrien: Ich kann nicht sehen des Kindes Sterben. Aber, fehlt uns denn der Himmel über der Wüste unserer Erden-Not? weit offen steht er, Jesus ist ja eingegangen in den Himmel für uns! redet keine Stimme aus der Höhe mehr zu uns? o wahrlich, nicht bloß eines Engels Stimme, hier ist ja die geliebteste Jesusstimme selber, voll ewigen Trostes; rauscht uns denn kein Wasserbrunnen? hört doch: wen da dürftet, der komme zu mir und trinke, und ich will ihm lebendiges Wasser geben! wohlan denn, Alle, die ihr verirrt seid in der Wüste, kommt zu Jesu und trinkt! (Nikolaus Fries)

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