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Psalm 13,4

Psalm 13,4

Andachten

Schaue doch und erhöre mich, HErr, mein Gott!

Mit diesen Worten will David so viel sagen: Ach lieber Gott! weil ich keinem Menschen auf Erden mein Unglück klagen kann und darf, und weil es niemand sehen und zu Herzen nehmen will, so siehe Du es, lieber Gott! und weil mich niemand anhören will, so höre Du mein Gebet! Hieraus sollen wir lernen: 1. Dass Gott uns im Kreuze sieht und hört, erleuchtet, tröstet und schützt: Darum wir im Kreuze und Elend das Gebet ja nicht unterlassen sollen; denn das ist noch unsere einige Zuflucht, wenn alle menschliche Hilfe aus ist. Denn so wir nicht beten im Kreuze und Verfolgung, wenn uns alle Menschen verlassen, so ist zu besorgen, es würde uns Gott auch verlassen; so wir aber herzlich beten, so kann Er uns nicht verlassen von wegen Seiner Wahrheit, von wegen Seiner Gerechtigkeit, von wegen Seiner Barmherzigkeit. 2. So wir Ihm unsere Sachen im Gebet auftragen und von Herzen übergeben als einem gerechten Richter, so wird Er sie gewisslich hinausführen, und uns nicht verlassen.

Lass mich Dein sein und bleiben, Du treuer Gott und HErr, von Dir lass mich nicht treiben, halt mich bei Deiner Lehr. HErr, lass mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit, dafür will ich Dir danken in alle Ewigkeit. (Johann Arnd)


Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe.

Diese Worte heißen so viel: Tröste mich, mein Gott! dass ich nicht verzage noch verzweifle, und stärke mich, dass ich nicht vor Angst und Betrübnis sterbe und zu Boden gehe. Allhier haben wir die tröstliche Lehre, dass durch das Gebet unser Kreuz am allerbesten gelindert werde, und dadurch der Trost als ein Gnadenlicht Gottes zu uns komme. Die Ursache ist diese: Denn durch das Gebet wendet man sich zu Gott, und je mehr man zu Gott kommt, je mehr kommt man zur Ruhe, zum Lichte und zum Trost. Denn außer Gott ist weder Licht, noch Trost, noch Ruhe der Seelen. Unserer Seelen Ruhe ist allein Gott, dadurch wird die Angst, Traurigkeit und Schmerzen der Seelen gelindert. So man oft durch ein freundliches Gespräch erquickt und getröstet wird; sollte man nicht vielmehr durch ein göttliches Gespräch erquickt werden? Wir senden kein Gebet gen Himmel, es bringt mit sich herab einen Trost. Steiget unser Gebet an der Himmels-Leiter Christo JEsu durch den Glauben hinauf, es steigt gewiss ein Engel oder ein Trost wieder mit herab.

O mein Gott, vor den ich trete jetzt in meiner großen Not, höre, wie ich sehnlich bete: Lass mich werden nicht zu Spott. Meinen schwachen Glauben stärk und zerbrich des Teufels Werk, dass ich nimmermehr verzage, Christum stets im Herzen trage. (Johann Arnd)

Predigten

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at/19/psalm_13_4.txt · Zuletzt geändert: von aj
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