2. Petrus 3,4
Andachten
Und sagen: Wo ist die Verheißung Seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber Mutwillens wollen sie nicht wissen, dass der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort: Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselben mit der Sintflut verdorben. Also auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch Sein Wort bewahrt, dass sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, dass Ein Tag vor dem HErrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie Ein Tag.
Während der Untergang der Welt mit klaren gewissen Worten verkündigt wird, steht sie noch, wie sie vom Anfang der Schöpfung gestanden hat. Die Berge stehen fest, das Meer ist in seinen Ufern, die Himmel wölben sich darüber einen Tag wie den andern, und die Kreatur ist, wie sie allewege war. Ein Geschlecht geht nach dem andern hin, aber es bleibt alles, wie es gewesen ist. Das ist der Schein, wie ihn die Spötter gegen die Wahrheit geltend machen. Allein, wenn wir Menschen auch nach Tagen und Jahren rechnen, und tausend Jahre uns eine lange Zeit sind, so lebt Gott doch nicht in der Zeit, sondern in der Ewigkeit, und tausend Jahre sind vor Ihm wie Ein Tag und Ein Tag wie tausend Jahre. Wenn die Spötter sagen: es bleibt alles, wie es von Anfang gewesen ist, so wollen sie Mutwillens nicht wissen, dass schon einmal in der Sündflut die Welt verdorben und ihre Gestalt verwandelt ist. Aber es bleibt doch bestehen, dass Gott der Herr des Himmels und der Erde und aller Dinge mächtig ist. Sein allmächtiges Wort trägt alle Dinge, und wie durch dieses Wort Himmel und Erde im Wasser bestanden sind, so werden sie durch dasselbe Wort zum Feuer gespart. Darum aller Spott wird zu Schanden; denn wir glauben an einen lebendigen Gott; ist Er aber Gott, so ist Er allmächtig, und ist Er allmächtig, so kann Er auch die Welt ver. wandeln, und Er wird es tun; denn Er hat es gesagt.
HErr, wir warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde, darinnen Gerechtigkeit wohnt, und bitten Dich: behüte uns an dem Tage Deines großen Gerichts, verwirf uns nicht von Deinem Angesicht, nimm uns in Gnaden an und lass uns zu Dir eingehen in die selige Ewigkeit. Amen. (Hermann Haccius)