Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » Neues Testament » Jakobusbrief » Jakobus 4,2
Zuletzt angesehen: Jakobus 4,4 Jakobus 3,3 Jakobus 4,2

Jakobus 4,2

Jakobus 4,2

Andachten

Ihr habt nicht, darum, dass ihr nicht bittet; ihr bittet und kriegt nicht, darum, dass ihr übel bittet.
Wie soll ich beten? Wohl dem, der also fragt. Merke dir aber diese einfachen Punkte. 1) Gott will uns nur im Namen seines Sohnes Jesu Christi erhören. Wer beten will, der muss also zuvor an Christum glauben oder wenigstens an ihn glauben wollen und in diesem Vertrauen auf Christi Gottheit, auf sein Wort und Verdienst zum himmlischen Vater beten, damit der Vater geehrt werde in dem Sohne. Auch darfst du geradezu dich an den Heiland selbst wenden und ihm dein ganzes Anliegen vortragen. Denn wer den Sohn ehrt, der ehrt auch den Vater, weil der Vater im Sohne und der Sohn im Vater ist. 2) Zu einem erhörlichen Gebet gehört ferner, dass uns wirkliche Not, wahres Bedürfnis und nicht bloß eingebildete Not treibe, das Herz vor Gott auszuschütten. Denn wer nicht hungert und dürstet, der wird auch nicht gesättigt. Es muss unser ganzer Ernst sein, das erlangen zu wollen, warum wir bitten; nicht so, wie bei einem Menschen, der zwar an die rechte Türe klopft, aber nur leise, und der heimlich wünscht, dass man ihn inwendig nicht hören und ihm nicht auftun möchte. 3) Ebenso muss unser Gebet demütig sein. Wir haben ja von Rechtswegen nichts anzusprechen und müssen es uns selbst eingestehen, dass wenn der HErr unser Flehen nur anhört und annimmt, solches unverdiente Gnade und ein Beweis seiner Barmherzigkeit ist. Da sieht man, wie blind solche sind, die sich auf ihre Gebete so viel zu gut tun und meinen, es müsse Gott eine Ehre sein, wenn sie nur beten. Muss es dem Reichen eine Ehre sein, wenn der Arme ihn anbettelt? Muss nicht der Arme froh sein, wenn ihn der Reiche nur anhört? Je demütiger das Gebet ist, desto erhörlicher ist es. 4) Endlich gehört zu einem wahren Gebet auch der Glaube und das Vertrauen zu Gott, dass er uns geben werde, was wir von ihm erbitten. Mit Zweifel, wozu uns der immer wachsame und lauernde Feind dabei zu verleiten sucht, muss man sich nicht einlassen. „Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr es empfahen werdet, so wirds euch werden“ (Mark. 11, 24.). So spricht der HErr selbst. Ebendahin gehört das stille Harren auf Gott, denn er gibt uns das Gute zu seiner Zeit, wenn es die rechte Stunde ist. - Wer auf diese Weise betet und im Gebet anhält, der betet gewiss erhörlich und wird erfahren, dass denen, die Gott suchen, das Herz leben soll. (Ludwig Hofacker)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
nt/59/jakobus_4_2.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain