1. Thessalonicher 4,4
Andachten
Jeder wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren,
Nicht um überspannte Dinge handelt es sich hier. Ein geschraubtes Wesen ist kein Zeichen der Heiligung. Überreizung der Nerven ist elendes Fleischeswerk. Hüten wir uns sehr vor eigenem Machwerk, vor Gefühlssteigerungen, vor süßlichem, unnatürlichem Wesen. Die echte Heiligung ist das Normalste, das sich denken lässt. Solche Leute sind aus der Wahrheit. Hier ist Aufrichtigkeit, Geradheit. Manche wollen ihre böse Art damit entschuldigen, dass sie sagen, sie seien eben gerade Naturen, die nie anders scheinen wollen, als sie seien. Aber sie merken und erkennen nicht, dass sie nicht aus Gott geboren und nicht geheiligt sind. Wenn sich Geheiligte geben, wie sie sind, so sind sie ein süßer Geruch Christi; etwas von Seiner Art, von „göttlicher Natur“ kommt bei ihnen zum Vorschein. Darum ist ihr Wandel eine Verherrlichung Gottes. Was Er aus Seinen Kindern zu machen vermag, das wird an ihnen geschehen und erkannt. Wenn es anders mit uns steht, wenn wir voller Unruhe sind und uns nicht unserem Gott überlassen können, so sind wir noch in der Eigenliebe und Aufregung gefangen. Eine geheiligte Art ist der Kinder Gottes schönster Schmuck. Sie stehen im Frieden und lassen Frieden zurück, wo sie sich aufhalten. Ausgelassenheit ist ihnen fremd; man fühlt es ihnen ab, dass sie in Gott Frieden haben und in stiller Sammlung Kräfte von oben anziehen. Wenn Stürme sie umtoben, können wir es wahrnehmen, dass sie sich nur um so treuer und stiller an ihren Herrn halten; auf Seinen Wink, auf Sein Wort warten sie. (Markus Hauser)