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Philipper 1,23

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Andachten

“Bei Christus sein.“
„Bei Christus sein“ - Wer kann dies fassen, als allein der Christ? Das ist ein Himmel, um den sich die irdisch Gesinnten nie kümmern. Sie wissen nicht, welche Fülle sich in dem einen Wort zusammendrängt „bei Christus sein.“ Aber dem Gläubigen sind diese Worte ein Inhalt aller Seligkeit. Nimm nur einen der vielen köstlichen Gedanken, die das Wort darbietet: der Anblick Christi . „Deine Augen werden den König sehen in Seiner Schöne.“ Wir haben von Ihm gehört und können sprechen: „Welchen wir nicht gesehen und doch lieb haben.“ Dann aber „werden wir Ihn sehen .“ Ja, wir werden den erhöhten Heiland wahrhaftig schauen. Vergegenwärtigt euch diesen Gedanken. Liegt nicht ein ganzer Himmel darin? Du wirst die Hände sehen, die für dich ans Kreuz genagelt worden sind; du wirst das dornengekrönte Haupt erblicken und mit der ganzen blutgewaschenen Schar wirst du dich in tiefer Ehrfurcht vor Ihm beugen, der sich um deinetwillen in die tiefste Erniedrigung beugte. Der Glaube ist köstlich; was muss es aber erst um das Schauen sein? Jesus im Spiegel des Glaubens als das Lamm Gottes zu erblicken, das erfüllt die Seele mit einer unaussprechlichen Freude; aber ihn zu schauen von Angesicht zu Angesicht, in Seine Augen zu blicken, Seine Stimme zu vernehmen - o, da übernimmt uns das Entzücken, wenn wir nur davon hören! Wenn schon der Gedanke hieran so süß ist, wie herrlich muss erst der Anblick selber sein, wenn wir mit Ihm reden dürfen, „wie ein Mensch mit seinem Freund redet“? Denn der Anblick Christi schließt den Umgang mit Ihm ein. Alles, wonach sich die Braut im Hohen Lied sehnt, werden wir empfangen, und noch zehntausend mal mehr. Dann wird das Gebet erhört werden: „Ich will Ihn küssen mit den Küssen meines Mundes: denn Deine Liebe ist besser denn Wein.“ Dann werden wir sagen können: „Seine Linke ruht unter meinem Haupt und Seine Rechte herzet mich.“ Dann wird sich die Verheißung an uns erfüllen: „Sie werden mit Mir wandeln in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.“ Und dann wollen wir ausbrechen in einen lauten Lobgesang, in ein Lied, wie wir‘s auf Erden nie gesungen haben, so melodisch, sanft und rein, so voller Freude und Jubel, in einen Jubel, der von keinem Misston getrübt wird; in einen entzückenden, seraphischen Gesang. Seliger Tag, wo wir Seinen Anblick und Seinen Umgang in unverkürzter Fülle genießen dürfen, wo wir Ihn erkennen werden, gleichwie wir erkannt sind! (Charles Haddon Spurgeon)


Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christus zu sein.
Wenn das Band gelöst wird und wir der Erde Lebewohl sagen, so soll es nicht mit Bitterkeit geschehen. Wir leben hier in den Banden der Sünde und wir sollen frei davon werden; wir haben Trübsal gehabt und wir sollen erlöst werden; wir haben auf der Erde getrauert und wir freuen uns, dass wir an einen Ort kommen, wo es keine Traurigkeit gibt. Wir freuen uns, dass wir die Schwäche, die Schmerzen, das Leiden hinter uns lassen und dass wir mit Kraft erfüllt emporsteigen dürfen; wir haben in einer Welt des Todes gelebt, und wie gerne geben wir dem Grabgewand und der Totenglocke den Abschied. Aber unser Leben auf der Erde war doch auch so reich an Gottes Gnade und Güte, dass die Wüste und die Einöde voll Freude waren und es in der Wildnis grünte und blühte. Wir wollen nicht im Scheiden die Erde verwünschen, nicht ein kaltes Grauen oder eine traurige Erinnerung hinterlassen; wir wollen, wenn wir scheiden, unserer irdischen Umgebung und den Gotteskindern, die noch eine kurze Zeit da verweilen, Lebewohl sagen und den Herrn preisen, dessen Güte und Barmherzigkeit uns unser Leben lang gefolgt ist, und der uns jetzt heimträgt, dass wir im Hause des Herrn immerdar bleiben. (Charles Haddon Spurgeon)

Predigten

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