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Lukas 16,2

Lukas 16,2

Andachten

Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushalter sein.
Um ein Jahr bin ich der Ewigkeit näher gekommen, und ich höre im Geist die Stimme des heiligen, gerechten Gottes, wie er mich vor sich fordert gleich dem Haushalter. An Gelegenheiten zum Guten, an inneren und äußeren Anfassungen hat er es mir nicht fehlen lassen; viel leibliche Wohltaten hat er mir geschenkt; auch manche Leiden und Prüfungen hat er zu meinem Heil über mich verhängt, bin ich nun durch das Alles vorwärts gekommen auf dem Wege zum Himmel? Ich bin älter geworden; bin ich auch besser, frommer, heiliger, weiser zur Seligkeit geworden? Bin ich ein wahrer Christ, ein wiedergebornes Gotteskind? Wenn ich heute sterben müsste, würde ich selig sterben? Wie treu hat Gott in diesem Jahre wieder an meiner Seele gearbeitet, wo ist nun heute die Frucht? Wie viel hat Gott mir anvertraut, wie habe ich nun seine Güter verwaltet? Der ewige Gott und Herr, der mir alle Jahre meines Lebens gegeben, er kommt heute und spricht: Lass die Jahre reden! was antworten sie? was spricht insonderheit dieses letzte Jahr von mir.

Der Gärtner kommt heute Früchte. Er stellt sich vor - findet er die Früchte, die er sucht? Und wenn er nun spricht: So viele Jahre komme ich schon und suche Frucht an diesem Baume und finde keine, haue ihn ab! was wollen wir tun? Wir wollen zu Jesu flüchten, dass er uns vertritt und für uns betet beim Vater: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis dass ich um ihn grabe, ob er wollte Frucht bringen. Wo nicht, so haue ihn danach ab. Wir wollen am Jahresende zum Herrn beten: Was ich gelebt hab', bedecke du. Was ich noch leben soll, regiere du! Werde nicht müde für mich zu bitten. Werde nicht müde, an mir zu arbeiten, auf dass ich die rechte Frucht endlich bringen möge. Amen. (Adolf Clemen)


Tue Rechnung von deinem Haushalten!
Wenn es Neujahr werden will, dann pflegen die Handelsleute ihre Rechnungen nachzusehen, Einnahmen und Ausgaben miteinander zu vergleichen und hernach fürs künftige ihre Sachen einzurichten. Womit haben wir das vergangene Jahr zugebracht? Was haben wir gemacht? Wozu haben wir die Zeit angewandt? Was haben wir gesucht? Wir sind in der Welt, nur um Jesus zu suchen, Jesus zu finden; somit verdirbt alle Zeit, wo man nicht daran gedenkt. O wenn wir unsere vorige Zeit und auch die in dem verflossenen Jahre nachsehen und überdenken vor Gottes Angesicht, dann werden wir alle Ursache haben, uns zu schämen und zu beugen, aber auch aufs neue Mut zu fassen, Jesus zu suchen.

Ich wünsche uns allen in der Kraft des Namens Jesu ein seliges, neues Jahr aufs Zukünftige. Hier sind noch tote, sicher Sünder, die bis dahin nicht Jesus, sondern die Welt und was in der Welt ist, gesucht haben. O, wie herzlich wünsche ich denen ein seliges, neues Jahr, worin sie durch die Gnade kräftiglich mögen aufgeweckt werden aus dem Schlafe der Sünden und der Sicherheit, ihr Seelenheil zu bedenken mit einem wahren Ernst, einen neuen Vorsatz zu fassen, einen neuen Weg zu suchen, ein neues Leben anzufangen. Ach, das Jahr ist dahin; alle Vergnügungen, alle Freuden sind auch mit dahin. Wo ist es, was wir in dem verflossenen Jahr in der Eitelkeit gehabt haben? Wo ist es, wo ist es?

Es ist alles dahin. Nichts als ein unruhiges Gewissen ist davon übrig. Wo ist doch all unsere Mühe und Arbeit, die wir angewandt haben, nur um die Welt, Ehre und Ansehen, Geld und Gut und andere weltliche Dinge zu suchen? Es ist ja nun alles für unsere Seele fruchtlos und dahin. Hätten wir aber unsere Zeit und Kraft Gott und dem Heil unserer Seele gewidmet, so könnten wir vergnügt und freudiger sein.

Lasst uns dem zugehören, der uns das Gute zu essen gibt, so wird unsere Seele volles Genüge haben. Ach, lasst uns doch durch die Stimme des Geistes uns aufwecken lassen aus dem Schlafe der Sicherheit!(Gerhard Tersteegen)


Und er forderte den Haushalter und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir?
Wir wollen einmal mit hineingehen in die Untersuchungsstube. Der Herr beginnt: „Wie höre ich das von dir?“ Was liegt in der Frage? Das große Vertrauen, die große Liebe, deren der Herr ihn gewürdigt hat. Und nun gehen wir einmal aus der Herrenstube weg, hoch hinauf in die höchste Herrenstube, wo unser Herr auf seinem Stuhle sizt ewiglich. Da spricht Gott zu jedem von uns, wenn er seinen innern und äußern Haushalt ansieht: „Wie höre ich das vor dir?“ Dass du deinen Leib, den ich dir aus Gnaden zu einem Tempel des heiligen Geistes gegeben, zum Dienst der Sünde missbrauchst! Dass du deinen Verstand, den ich dir zu einer Leuchte auf dem Himmelswege gegeben habe, dazu brauchst, dich recht in die Irrgänge und Schlupfwinkel der Welt und Lüge zu verkriechen! Dass du deine Güter, diese Reisemittel zum Himmel, dazu verwendest, dich recht an die Erde zu kleben und zu kitten! Dass du die Kinder, die ich dir gegeben habe, anstatt sie mir wiederzugeben, hinlaufen lässt in den Abfall und in den Dienst der Sünde! Wie höre ich das von dir? Auf dies von dir kann Gott, bei Jedem von uns den Ton legen, denn wir sind viel zu geringe der Treue und Barmherzigkeit, die er an uns getan hat.

Herr, himmlischer Vater, mit deiner Güte und deinem Erbarmen mahnst du uns täglich an unsere Untreue. Du hast es nicht um uns verdient, dass wir so wenig deiner gedenken und dir danken. Wir müssen es ja bekennen, wir suchen in Allem viel mehr unseren Genuss, unseren Vorteil, unsere Ehre, als den Ruhm deines heiligen Namens. gib uns bei allem, was wir heute vornehmen, die rechte Treue und Gewissenhaftigkeit und den rechten Gehorsam, dass wir in Haus und Familie, in Amt und Beruf nicht aus deinem heiligen Willen weichen. Dann erst kann uns auch der heutige Tag den rechten Segen bringen. Amen. (Friedrich Ahlfeld)

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nt/42/lukas_16_2.txt · Zuletzt geändert: von aj
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