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Psalm 37,5

Psalm 37,5

Andachten

Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoffe auf ihn; er wird es wohl machen. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Erzürne dich nicht über den, dem sein Mutwille glücklich fortgeht. Der Gottlosen Arm wird zerbrechen; aber der Herr erhält die Gerechten. Ich bin jung gewesen und alt geworden, und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen, oder seinen Samen nach Brot gehen. Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig, und breitete sich aus, und grünte wie ein Lorbeerbaum. Da man vorüberging, siehe, da war er dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend gefunden. Bleibe fromm und halte dich recht, denn solchen wird es zuletzt wohl gehen.

Wir sehen so oft die Bösen in Glück und Ehre und sehen die Frommen viel leiden, und wir werden leicht irre an Gottes Regiment; ja werden wohl gar versucht, auch den Weg der Gottlosen zu betreten und Gott zu verlassen, der die Seinen zu verlassen scheint. Aber tu's nicht; sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Du wirst es bald sehen, wie zuletzt die Gottlosen immer dem Gericht verfallen, die Gerechten aber bleiben. Auch im Glück leiden die Gottlosen Qual und Pein; auch im Unglück haben die Frommen Frieden und Lobgesang. Und in Einer Stunde gewiss wird Gottes Gericht offenbar: Wann's zum Sterben geht. Darum werde nicht irre. Lass vom Bösen und' tue Gutes. Bleibe fromm und halte dich recht. Lass das Verderben der Gottlosen, lass die Glückseligkeit der Gotteskinder dich dazu erwecken: Habe deine Lust an dem Herrn und tue Gutes. Dazu hilf uns, du treuer Gott. Wir danken dir für alle Gnade, die du auch in der vergangenen Woche an uns getan hast. Öffne uns die Augen, dass wir deine Gerichte erkennen, deine Güte und deinen Ernst, und in den Tagen, die du uns noch gibst, ernster als bisher nach deinem Reiche trachten. Amen. (Adolf Clemen)


Befiehl dem HErrn deine Wege, und hoffe auf Ihn.

Mancher hat ein schweres mühseliges Amt, und ist ihm ein schwerer Weg, den er gehen muss; aber er muss lernen die Sorgen mildern, und sein Amt Gott befehlen, dass es Gott regieren wolle, wie David bittet: Leite mich, HErr! in Deiner Wahrheit, und lehre mich; denn Du bist der Gott, der mir hilft, täglich harre ich Dein, d. i. täglich hoffe ich auf Deine Hilfe, Schutz, Gnade und Trost. Mancher hat eine schwere Nahrung, und sein Brot wird ihm blutsauer. Es ist aber sein Weg, den er gehen muss, wie es Gott haben will; und wenn er denselben seinen Weg Gott befiehlt, so wird Gott mit Ehren aushelfen. Mancher sorgt und denket: Ach lieber Gott! Wie willst du dich ernähren? Du kannst viel nicht erwerben, dass du Weib und Kinder ernähren kannst: Aber tue du, was dir befohlen ist, das übrige befiehl Gott. Sprich also: Ach lieber Gott! ich befehle Dir mein schweres, mühseliges Amt, hilf mir es tragen und stärke mich. Ich befehle Dir meine Arbeit; lass Dir dieselbe befohlen sein, und segne sie. Darauf spricht Gott, der HErr: Wirf dein Anliegen auf den HErrn, der wird dich versorgen, und den Gerechten nicht ewig in Unruhe lassen. (Johann Arnd)


Hoffe auf Ihn, (den HErrn) Er wirds wohl machen.

Siehe nicht allein auf dich und dein Vermögen, sondern siehe auf Gott, der groß von Rat und mächtig von Tat ist, Jerem. 32,19. Die Hoffnung ist eine solche Tugend, die allewege Gottes Verheißung ansieht, Gottes Allmacht und Barmherzigkeit; daran bleibt die Hoffnung hangen mitten im Unglück und im Tode. Die Hoffnung ist ein wachendes und wackeres Auge unserer Seele, welches immer gen Himmel sieht, wenn gleich Unglück kommt: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt; meine Hilfe kommt vom HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Darum die Hoffnung gemalt wird mit auf. getanen und erhobenen Augen gen Himmel. Darauf folgt die Wirkung und der Trost: Er wird es wohl machen. So hat Gott der HErr viele unzählige Mittel und Wege zu helfen und zu regieren, die einem Menschen unmöglich zu ergründen sind. Wie wird es Gott so wohl machen, dass Er alles zum guten und seligen Ende richten und schicken wird. Gott kann aus einem großen Unglücke ein groß Glück erwecken, aus der Armut den größten Reichtum, aus der Verachtung die größte Ehre. So machte Gott der HErr aus Josephs Gefängnisse eine große Herrlichkeit, aus Davids Elende ein großes Reich, aus des HErrn Christi Kreuz einen großen Sieg über Sünde, Tod, Teufel und Hölle. Der Gläubigen Ehre und Herrlichkeit wird durchs Kreuz befördert. (Johann Arnd)

Predigten

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at/19/psalm_37_5.txt · Zuletzt geändert: von aj
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