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Psalm 13,2

Psalm 13,2

Andachten

Wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

Ärgere dich nicht an dem lieben Gott, wenn er mit dir verfährt, wie mit seinen liebsten Freunden, die er oft lange rufen und schreien lässt, ohne ein Zeichen zu geben, dass er höre; dass sie beinahe verzagen, und dass sie sich schon wie in der Hölle glauben. Ärgere dich nicht, wenn du auf alle deine Gebete keine Antwort erhältst, wenn du immer rufen musst: Ach, wie so lange?!! Wenn es dir scheint, der Herr habe deiner vergessen, er achte gar nicht auf dein Gebet. Sieh, so haben es alle Lieblinge Gottes vor dir erfahren. Keine Antwort auf deine heißen Gebete ist doch Antwort, und die heißt: Warte, harre, schweige, leide, ringe, hoffe. Am Ende wirst du doch auch mit David, der noch mehr, als du, klagte, sagen können, was er (Psalm 13,6) bekannte. Ich hoffe aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freuet sich, dass du so gern hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut. So sehr jetzt der Herr schweigt und dich betrübt, so laut und erfreuend wird er sprechen. So voll Klagen jetzt dein Herz ist, eben so voll Freude und Frohlocken wird dein Mund werden, wenn der Herr für gut findet, dir zu antworten. (Johannes Evangelista Gossner)


Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?
Jes. 54, 8. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser.
Es kommen Zeiten, wo du Gottes Angesicht nicht finden kannst. Dann sollst du dein Gewissen fragen und deinen Wandel in das Licht des göttlichen Gesetzes stellen; und du wirst oft entdecken, dass du an dieser oder jener Stelle den Geist Gottes betrübt hast und seiner Mahnung ungehorsam gewesen ist. Deine Übertretung richtet die Scheidewand auf zwischen dir und Gott. Dich zu strafen, verbirgt er sein Angesicht vor dir. Du warst vielleicht in deinem Berufe untreu; du hast einem Menschen durch Bitterkeit oder Verleumdung wehe getan. Der Geist Gottes trieb dich zu einem guten Werke an, und du bist ihm ausgewichen. Oder da ist unter deinen Verwandten irgend Einer, gegen den du Gedanken des Zorns und Groll hegst, weil er dich wieder und wieder kränkt. Da liegt dir irgend ein altes heimliches Unrecht wie ein Bann auf deinem Gewissen, ungebüßt, ungesühnt. Das ist die dunkle Wolke, die dir Gottes Gnade verbirgt. Soll sein Angesicht wieder über dir leuchten, - fege den alten Sauerteig aus. Hast du zu klagen, dass du den Frieden Jesu nicht mehr spürst, dass du die alte Freudigkeit des Glaubens verloren, - das ist so oft die Ursache, dass, dir vielleicht selbst unbewusst, du aus der Gottesliebe in Weltsinn gefallen, dass du gegen einen einzelnen Schaden aufgehört hast zu kämpfen. Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? So lange, bis der verlorene Sohn in sich schlägt und spricht: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Dann antwortet der Vater: Mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen. (Adolf Clemen)

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