Richter 10,15
Andachten
„Die Kinder Israel sprachen zu dem HErrn: Wir haben gesündigt; mache Du es mit uns, wie's Dir gefällt! allein errette uns zu dieser Zeit. Und sie taten von sich die fremden Götter und dienten dem HErrn. Und es jammerte Ihn, dass Israel also geplagt ward.“
Es wurde in Israel nichts so sehr verworfen, als der Götzendienst. Mit dem Götzendienst kamen Dämonen. und teuflische Gewalten ins Volk herein. Es wurden im Götzendienst andere Personen als die göttliche Person angerufen und hochgeschätzt, und somit kam man durch den Götzendienst unter die Gewalt der Finsternis und des Teufels. Denn hinter den Götzen steckten dämonische Gewalten, wie auch heute noch; weshalb was den Götzen geopfert wird, den Teufeln geopfert wird (1. Kor. 10, 20). Wer dergleichen treibt, auch durch zauberischen Aberglauben, Sympathie, unter Umständen auch Magnetismus, sich helfen lassen will, verfällt finsteren Gewalten. Israel nun hat sollen das erste Volk sein, aus welchem die teuflischen Gewalten sollten verbannt sein. Deswegen hat auch Bileam es am Volk gerühmt, man könne nicht mit einem Fluch an das Volk hin, denn es sei kein Wahrsager und Zauberer in seiner Mitte (4. Mose 23, 23). Indem aber einige den Götzendienst einschmuggelten, brachten sie finstere Gewalten herein; die steckten auch andere an, und zuletzt war der Teufel da, statt Gott. Da kamen denn schwere Zustände fürs Volk, und kostete es Mühe, bis nur einiger Maßen durch die von Gott berufenen Richter wieder ein besserer Geist durchbrach, und die Hilfe des HErrn ihm werden konnte. Lassen wir uns das Volk Israel zur Warnung dienen, dass wir uns auf nichts Götzendienerisches und Unheimliches einlassen, um nicht in Gemeinschaft der Finsternis zu kommen (1. Kor. 10, 20). (Christoph Blumhardt)
„Die Kinder Israel sprachen zu dem HErrn: Wir haben gesündigt; mache Du es mit uns, wie's Dir gefällt! allein errette uns zu dieser Zeit. Und sie taten von sich die fremden Götter und dienten dem HErrn. Und es jammerte Ihn, dass Israel also geplagt ward.“
Wenn das Volk Israel Buße tut, weil's die Gerichte Gottes durch seinen Götzendienst auf sich gezogen hat, so haben sie vor allem die fremden Götter weggetan und dienten dem HErrn. Für den Augenblick hat sich der HErr beschwichtigen lassen, aber die satanischen Bande sind eben nicht so schnell abgetan wie die Götzenbilder, die man eben wegwirft. Ist man einmal gebunden durch satanische Kräfte, so hält es sehr schwer, bis man wieder ganz frei ist. Im Neuen Bund geht's leichter durch den Heiland; aber ohne den Heiland ist's nicht möglich. Deswegen treten satanische oder dämonische Zustände so oft als unheilbar zum Vorschein. Aber Israel jammert's Gott. Denn Israel ist Sein Sohn; und wie es einen Vater jammert, wenn sein Kind leidet, so auch den HErrn. Wir haben es auch so, die wir des Heilands geworden sind. Werden wir geplagt, so jammert's den Heiland, und Er will uns helfen. Wenn man aber noch äugelt mit dem Fremden, Ungöttlichen, gar mit dem Widersacher der Menschen, durch abergläubisches und zauberisches Wesen und Treiben, was soll's dann werden! Nun wir wünschen auch für unser Volk eine rechte Buße, und dann einen Erretter, den Heiligen Geist, der den eingeschlichenen Geist der Finsternis vertreibe und die Herzen erneure. Ja man möchte auch für unser Geschlecht sagen: „Mache Du es mit uns, wie's Dir gefällt, allein errette uns zu dieser Zeit!“ (Christoph Blumhardt)