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2. Timotheus 2,3

2. Timotheus 2,3

Andachten

Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi. Ein Jeder, der da kämpft, enthält sich alles Dinges: jene, dass sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche.
Eine unvergängliche Krone ist uns verheißen, die Krone des Lebens, die Krone der Gerechtigkeit; die ewige Herrlichkeit, die alle Leiden dieser Zeit und alle Selbstverleugnung und Weltentsagung überschwänglich aufwiegt. Auf die Krone blick hin, jeden Morgen aufs Neue, so oft du deinen Christenkampf wieder beginnst. Sei gewiss, du kämpfst und arbeitest in Christi Dienst nicht umsonst. Aber freilich, es wird Niemand gekrönt, er kämpfe denn recht. Du musst beständig einhergehen in der Waffenrüstung Gottes, immer wachsam, immer bereit, Alles niederzuschlagen, was dich zum Abfall reizen, zur Untreue verführen will. Du musst Allem entsagen, was dich im Kampf hindert, der Eigenliebe, der Sinnenlust, der Weichlichkeit, dem Stolze, auch der erlaubten Neigung und Freude, sobald sie dich untüchtig macht, recht zu kämpfen. Ein jeder, der da kämpft, enthält sich alles Dinges. Jeder hat eine Stelle, wo die Welt ihn hält und fesselt. Grade da gilt es, die Seele frei zu machen. Wenn du Eine Neigung in dir herrschen lässt, so hast du einen Feind im Haus, der dir deine Ruhe nimmt und dich nimmer zur Krone gelangen lässt. So kämpfe um die Krone mit ganzem Ernst, vor allem mit der Ausdauer bis ans Ende. Wie mancher nimmt den Kampf am Morgen mit allem Ernst auf, aber schon am Mittag erlahmt er im Widerstand gegen die Reizungen des Bösen, wird sicher, träg und matt. Wie mancher liegt da in tiefem Schlaf, das Schwert am Boden, die Lanze. zur Seite gestellt, von dem man sagen muss: Wer hätte das von dir gedacht, als du deinen Kampf mit solchem Eifer begonnen! Nur wer bis ans Ende beharrt, wird selig. (Adolf Clemen)


Was sich auch Weltliches, Menschliches, Sündliches bei unseren Vätern, als sie evangelische Christen wurden, drum und dran hängte, wir haben den Geist ins Auge zu fassen, aus dem die Reformation geboren wurde. Dieser Geist aber war kein anderer als das Verlangen, in die Nachfolge des HErrn einzutreten und sich als gute Streiter JEsu Christi zu leiden. Abfall von diesem Geist ist Abfall von den Vätern, Abfall von den Vätern aber ist Verachtung des Gottverheißenen und Herbeiziehung des Gottgedrohten. Unsere Väter konnten nicht anders, sie mussten unter Martin Luthers Banner treten und mit ihm sagen: „So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“ Bist du aber aus Gottes Gnaden zum Glauben, Tun, zu des Herzens innerstem Wagnis gelangt und hast nach der Höllenfahrt der Buße die Himmelfahrt des Glaubens erlebt, dann bist du ein Geschworner JEsu Christi und ein Kriegsmann, gleichwie Er ein Kriegsmann ist, und verkaufst, was du hast und kaufst dir ein Schwert, zu kämpfen den guten Kampf des Glaubens. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Sache und die Menge der Gläubigen ist die Sekte, welcher an allen Enden der Welt widersprochen wird. Den Kriegsdienst Christi nannten daher unsere Väter das Christentum und als Krieger Christi wussten sie sich. „Leide dich als ein guter Streiter Christi!“ Denn wir leben in böser Zeit. Gott helfe uns hindurch! Amen. (Nach Adalbert Hugo Willigerode.)


Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi. Kein Kriegsmann flieht sich in Händel der Nahrung, auf dass er gefalle dem, der ihn angenommen hat. Und so jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht!
St. Pauli Posaune gibt einen hellen Ton, der mag seinem Timotheus wohl durchs Herz gegangen sein, wie den Soldaten der Trompeten-Ton, wenn zum Angriff geblasen wird in der Schlacht. Ein guter Streiter Jesu Christi, der nicht bloß kämpft, sondern recht kämpft, das heißt, alles Andere vergessend über dem Einen, dass der Sieg errungen werden muss. Ein Kriegsmann, sagt der Apostel, soll sich nicht mit Händeln der Nahrung abgeben, wie die andern bürgerlichen Gewerbe und Hantierungen, denn er hat vollauf daran, dass er seines Dienstes warte in unverbrüchlichem Gehorsam und unerschütterlicher Pflichttreue. Er hat ja seinem obersten Kriegsherrn den Fahneneid geleistet, des soll er beständig eingedenk sein, sonst ist er kein guter Streiter. Wahrlich, dieser Posaunen-Ton Pauli geht uns Allen durchs Herz. Wer darf sich denn einen guten Streiter nennen? wer hat denn recht gekämpft? Es fehlt viel daran, sehr viel! Die Händel der Nahrung sind sehr verführerisch. Das Erwerben und Gewinnen, Verlust und Verdienst, Besitzen und Entbehren, das Alles lähmt den Arm, macht die Waffen stumpf und den Mut träge. Wer sich jeden Abend prüft: habe ich heute recht gekämpft? der wird oft von feiger Flucht vor den drei Feinden: Welt, Fleisch und Satan zu sagen haben und die Augen nicht aufschlagen mögen vor seinem obersten Kriegsherrn. Soll's denn immer so bleiben? ach nein, sprichst Du, ich gräme und schäme mich drum, aber wie soll's anders werden!? Schäme Dich, so zu fragen! hier ist Dein Haupt, Jesus, das triumphiert! hier ist der Held, der Seite an Seite neben Dir kämpft. Du bist ja niemals allein, wenn Du nicht absichtlich im Gewühl und Gedränge zurückweichst. Sieh' auf Ihn! halte Dich wacker zu Ihm! Er reißt hindurch! (Nikolaus Fries)

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