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Philemon 1,25

Philemon 1,25

Andachten

“Die Gnade unseres HErrn JEsu Christi sei mit eurem Geiste.“

Im Geist ruht das Gefühl der Gnade, und ohne diese ist der Geist tot. Die gefühlte Gnade, oder nur auch die innerlich geglaubte Gnade, hat eine Macht über den ganzen Menschen; denn sie ist das Bewusstsein des Einsseins mit Gott durch JEsum Christum, hat also ihre Wirkung vornehmlich auf den Geist des Menschen, der aus Gott ist. Dieser Geist ist sozusagen kein Geist, wenn ihn nicht das Bewusstsein der Gnade Gottes beseelt und belebt. Wenn vollends auch die Zuckungen des Gewissens nachlassen oder aufhören, so wird der Geist zu einer bloßen Tierseele herabgewürdigt, oder zu einem bloß nach dem Äußerlichen und Irdischen gerichteten Instinkt, ohne der Art nach über die Unvernunft der Tiere heraufzukommen. Die Gnade allein kann da wieder helfen, indem sie das Herz erwärmt und den Geist wieder göttlich belebt, und dem Menschen seinen Gott durch Christum wieder schenkt, nach dem Wort Petri (1. Petri 1,21; 2,25): „Die ihr durch Ihn, nämlich Christum, Glauben an Gott habt,“ und „bekehrt seid zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen.“ Ohne das gehören die Menschen zu den „Fleischlichen, die keinen Geist haben,“ wie Judas sagt (V. 19).

Sorgen wir also auch heute, dass die Gnade Christi mit unsrem Geist sei, die Gnade, die uns der Vergebung der Sünden und der Kindschaft mit Gott versichert. Allezeit bleibe es unser Hauptanliegen, dass das Bewusstsein in unserem Geiste lebe, wir seien Gottes und werden Gottes durch Christum. Daneben aber sollen wir auch für die bitten, deren Geist noch schläft und tot ist, weil begraben im Umtrieb eines fleischlichen Wesens. Denn wir erblicken so wenige Geistmenschen auf Erden; und doch soll noch das Erbarmen Gottes groß werden über alle Menschen, wie Er sagt (Joel 3,1): „Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch.“ Um die Erfüllung dieser Verheißung, nach welcher die Gnade unsres HErrn JEsu Christi in aller Geist kommen und so mit aller Geist sein solle, sollten wir unablässig bitten. Möge sie bald kommen! (Christoph Blumhardt)

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