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Epheser 3,20

Epheser 3,20

Andachten

Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Wie viel weniger Zank und Unfrieden, wie viel weniger unglückliche Familien würde es geben, wenn sie mehr für einander beteten. Wirst du inne, dass dein Bruder Etwas wider dich habe, und es wird dir schwer, so freundlich gegen ihn zu sein, wie einst - bete für ihn, und die Liebe wird dir schon wieder kommen. Weißt du von Einem, der dir Perger und Summer macht, also dass deine Liebe abnehmen will; weißt du von Einem, gegen den du eine innere Abneigung fühlst, und möchtest deiner Feindschaft gegen ihn Herr werden - bete für ihn. Und du wirst die Liebe schon gewinnen. Schon das ist eine göttliche Wirkung und Segen der Fürbitte, dass wir selber dadurch treuer werden. Aber die eigentliche Erhörung ist doch die, dass Die, für die wir bitten, das durch verändert werden zum Heil. Wohl verstehen wir es nicht, wie der Herr das tut. Aber doch soll's geschehen. Der Herr hat es gesagt. Gott kann überschwänglich tun über alles, was wir bitten und verstehen. Bete für den Andern; du gewinnst durch deine Fürbitte eine geheimnisvolle Gewalt über sein Herz, und zuletzt sollst auch du erhört werden über Bitten und Verstehen. Das aber sei der Schluss all' unsrer Bitten, wie unsres ganzen Lebens: Dem, der überschwänglich tun kann über Alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Herr unser Gott, mehre in uns den Glauben und die Liebe, dass wir mit unsrer Fürbitte Die tragen und schirmen, die du uns gegeben hast. Du hast die große Macht der Fürbitte in unsre Hand gelegt; hilf, dass wir sie brauchen zu unsrer Brüder Heil und zu unsrer eignen Erbauung. Amen. (Adolf Clemen)


Gott kann überschwänglich tun über Alles, das wir bitten oder verstehen.
Die Liebe Christi übertrifft alle Erkenntnis; die Gläubigen sollen mit aller Gottesfülle, die kein menschlicher Verstand ergründen kann, erfüllt werden; und Gott kann überschwänglich tun über alles, was wir bitten oder verstehen. Mit diesen Aussprüchen, die Eph. 3,19.20. stehen, lehrt Paulus, dass das wahre Christentum keine Kunst sei, die man auslernen, und kein Stand, dessen ganze Beschaffenheit man deutlich erklären könne. Schon auf Erden hat ein Christ mehr, als er versteht. Er glaubt und empfindet oft, dass ihn der HErr Jesus liebe: diese Liebe des HErrn Jesu aber ist viel größer, als er weiß. Er ist ein Tempel Gottes und empfindet das Leben Jesu in sich selbst, ohne eine anschauende Erkenntnis desselben zu haben. Er ist zu einem himmlischen Stand bestimmt, den man zwar nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift für herrlich, vergnügt und unvergänglich halten kann, dessen ganze Vortrefflichkeit aber kein sterblicher Mensch begreifen kann. Gott kann das Licht aus der Finsternis hervorrufen, ja Er kann dem, das nicht ist, rufen, dass es werde, und beweiset diese Seine Kraft auch in uns, wenn Er uns wiedergebiert und erleuchtet: wer kann aber diese Wirkung der göttlichen Kraft ganz verstehen? Wer kann zusehen, wenn Er etwas Neues in der Seele schafft? Man bittet nach Seinem Wort um Gnade, Hilfe, Licht und Leben, und um die Aufnahme in die ewige Herrlichkeit, und wenn man bei seinem Bitten alle die Schriftworte gebraucht, worin uns alles Gute verheißen und angeboten wird, so kann man freilich sagen, Gott werde nicht mehr tun, als wir bitten; weil Er Seinen ganzen Liebesvorsatz in Seinem Wort entdeckt hat. Wenn man aber den gläubigen Vater fragt, wie er seine Bitten verstehe, und was er sich von den Gnadengaben Gottes, um die er bittet, für Begriffe mache, so wird er bekennen, dass er zwar wahrhaftige, aber doch unvollkommene und kindische Begriffe davon habe, und er wird inne, dass Gottes Wirkungen und Gaben das Maß seines Gebets, wie er es selber verstanden habe, unendlich übertreffen. Wenn man aber auch außer der Gebetsübung den göttlichen Gaben und Wirkungen nachdenkt, so erreicht man sie bei Weitem nicht mit seinem Verstand. Aus diesem Allem kann man schließen, dass die Vollkommenheit des Menschen nicht in die Grenzen seines Verstandes eingeschlossen sei, weil die heilsamen Wirkungen Gottes fortgehen, wo der blick unsers Verstandes aufhört. Man lehrt die Menschen richtig denken, und es steht ihnen wohl an, wenn sie darin geübt sind. Wenn ich aber lange Vieles überdacht habe, so ist noch die Frage, was ich erfahre, habe und genieße. Wer im Denken von dem Geist Gottes geleitet und von Seinem Licht erleuchtet wird, denkt freilich richtig, wenn aber dieses Licht nicht ein Licht des Lebens wäre, und wenn die Gabe des Lebens, die man von Gott empfängt, nicht weiter reichte als der geübteste und erleuchtetste Verstand mit seinem Denken, so wären wir übel beraten. Gott tut nie weniger, als die Gläubigen bitten und verstehen: Er tut aber überschwänglich mehr. Lasst uns also Seiner im Bitten nicht schonen. Lasst uns Vieles von Ihm bitten. Lasst uns mehr von Ihm erwarten, als wir deutlich erkennen und erklären können. (Magnus Friedrich Roos)

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nt/49/epheser_3_20.txt · Zuletzt geändert: von aj
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