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Lukas 16,26

Lukas 16,26

Andachten

Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, dass die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren.
Barmherziger Heiland! O, lass uns Deinen erschütternden Ernst bewegen, dass wir unsere Seligkeit schaffen mit Furcht und Zittern! Das Wesen dieser Welt muss vergehen, das lehrt uns Dein heiliges Gleichnis. O Sünderheiland, der Du für uns gestorben und ein Fluch geworden bist, lass dereinst keinen von uns fehlen im Hochzeitssaal des Lammes! Du willst, dass wo du bist, auch die bei Dir seien, die Dein Vater Dir gegeben hat. Diese köstliche Bitte Deines hohenpriesterlichen Gebets tröste unsere armen verzagten Herzen und führe uns auf rechter Straße um Deines Namens willen! Lass uns nicht zu den verlorenen Kindern gehören, sondern befiehl Deinen Engeln, dass sie uns tragen in Deinen „Arm und Schoß!“ Lass uns, wenn es anders Dein heiliger Wille so ist, durch viel Trübsal in Dein Reich eingehen, denn diese schafft ja eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit und Deine Gerechtigkeit brauchen wir, um dereinst nicht bloß erfunden zu werden!! O Allerbarmer, lass dereinst keine große Kluft sein zwischen Dir und uns, sondern lass uns als Deine Diener bei Dir sein und bleiben ewiglich! Wie wird's uns so wohl tun, An deinen heiligen Wunden, Von den irdischen Leidensstunden Sanft auszuruhn!“ Amen. (unbekannt)


Und über das Alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, dass die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren.
Wir denken bei diesem Worte nicht an eine örtliche Kluft, an einen örtlichen Schlund oder Abgrund, welcher jene Stätten scheide. Es handelt sich um Gottes feste Ordnung im Geistesleben. Schon hier auf der Erde ist es dem Frommen schwer, hineinzutreten in das Lager derer, die des Herrn spotten und dem Gelüst ihres Fleisches nachleben. Ebenso schwer ist es den Ungläubigen, einzugehen in die Kreise derer, die mit Wort und Wandel dem Herrn die Ehre geben. Was hier schwer war, ist dort in der Vollendung unmöglich. Die Seelen können nur dahin gehen, wo sie ihre Art und ihr Bild wiederfinden. Abraham will aber auch den Lazarus nicht senden. Man hat wohl oft gefragt, ob denn die Seligen in ihrer Seligkeit nicht gestört würden, wenn sie einen, den sie auf Erden lieb hatten, unter den Verlorenen wüssten. In Abrahams ganzer Art gegen diesen seinen Nachkommen haben wir die Antwort darauf. Er gibt sie in königlicher Hoheit und Ruhe. Er ist so hineingewachsen in die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes, dass er nur noch lieben kann, was Gott liebt. Er kennt die Menschen allerdings nach irdischer Ordnung und Abstammung; aber er liebt nur noch nach der Geburt und dem Leben aus Gott. Und so wird es einst bei allen Seligen sein.

Herr, heiliger Gott, du gibst uns hier noch Gnadenfrist, damit wir der Heimat der Seligen zupilgern können. O lass sie uns recht benutzen, so lange sie währt. Hilf, dass wir auch den heutigen Tag so recht als eine Gnadenfrist ansehen, und lass bei allem, was wir reden und tun, uns bedenken, dass es bald zu spät sein kann zur Entscheidung. So segne uns denn im äußeren und inneren Leben. Jetzt können wir noch hinüber aus den Armen der Welt in deine Arme. O strecke sie uns entgegen und ergreife selbst uns mit deiner Heilandshand, um uns über den Abgrund der Hölle zu retten in den seligen Frieden deiner Barmherzigkeit. Amen. (Friedrich Ahlfeld)

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nt/42/lukas_16_26.txt · Zuletzt geändert: von aj
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