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Matthäus 21,1

Matthäus 21,1

Andachten

„Sei uns tausendmal gegrüßt, Du treuer Hoherpriester unserer Seelen, der Du Dein Blut vergossen hast zur Versöhnung für unsere und der ganzen Welt Sünden; sei uns gegrüßt, Du König der Herrlichkeit, der Du gekommen bist zur Tochter Zion, ein Gerechter und ein Helfer, sanftmütig und von Herzen demütig, dass in Dir alle Mühseligen und Beladenen Ruhe finden sollen für ihre Seelen. Hosianna Dir, dem Sohne Davids! Gelobet seist Du, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ So jauchzte Dein Volk Dir entgegen, da Du als König einzogst in Deine Stadt und über sie weintest und feierlich Alle beriefest in Dein Reich. Hosianna, rufen auch wir aus tiefstem Herzensgrunde, und wie sie dort ihre Kleider unserer eignen Gerechtigkeit wegwerfen und zu Deinen Füßen legen. Du aber, barmherziger Heiland, gehe ein bei uns, siehe nicht an unsere große Unwürdigkeit, in der wir freilich nicht wert sind, dass Du uns nur anblickst. Aber Du bist ja auch in jene mit Blutschulden bedeckte Stadt eingezogen als das große Opfer für die Sünden der Welt; in der Kraft dieses Opfers erbarme Dich auch über uns und verachte nicht, zu uns zu kommen. Du kannst auch aus uns, wie aus Deinem Tempel, den ganzen Kram und Markt aller irdischen Dinge austreiben, und uns heiligen zu einem reinen Bethaus, darinnen Du wohnen kannst samt dem Vater in dem heiligen Geist. O es ist Dir ein Kleines, zu machen, dass alle Täler erhöhet und alle Berge und Hügel geniedrigt werden, so bereite Dir selbst den Weg und mache Dir eine ebnen Bahn in unsere Herzen, wirf allen sadducäischen Leichtsinn und Unglauben und allen pharisäischen Sauerteig und Hochmut aus uns hinaus, und mache uns gleich den Kindern im Tempel, aus deren Munde Du Dir ein so feines Lob zugerichtet hast. Ja, zu Kindern mache uns, dass wir nichts begehren als Dich allein, Du ewige Liebe. Amen. (Friedrich Arndt)


Da sie nun nahe an Jerusalem kamen gen Bethphage an den Ölberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: „Geht hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löst sie auf und führt sie zu mir.“

Beim Beginn seines königlichen Einzugs steht Jesus in seiner königlichen Armut vor uns. Vorbereitungen zur festlichen Feier seines Einzugs hatte er keine getroffen. Ohne Reittier war er von Bethanien weggegangen und erst, als sie sich dem Rand des Ölbergs näherten, sandte er Jünger nach Bethphage, um ihm einen Esel zu holen. Nach dem Urteil Jesu war dies nicht Armut. Der Sohn des himmlischen Vaters ist nicht arm. Braucht er einen Esel, so steht er für ihn bereit; denn der Vater weiß, was er jetzt nötig hat. Deshalb lautet der Befehl Jesu an seine Jünger nicht: Sucht, ob ihr einen Esel findet, sondern: bindet ihn los und bringt ihn her; er steht bereit. Königlich ist diese Armut, weil sie mit dem Willen Jesu, der nach der unbegrenzten Herrschaft über Jerusalem und ganz Israel und die ganze Menschheit greift, untrennbar verbunden war. Für Jesus war die Macht deshalb, aber auch nur deshalb, das Ziel seines Verlangens, weil sie ihm gegeben wird. Wie sollte er an ein Königtum denken, das er für sich begehrte und für sich erkämpfte? Auf seinem Standpunkt war dies nur Fall, Antichristentum und Bundesgenossenschaft mit dem, der die Welt beherrscht. Dass ihm aber der königliche Name mit seinem unausdenkbaren Inhalt, der die Ewigkeiten umfasst, gegeben war, bewährte er eben dadurch, dass er in der völligen Armut stand. Indem er sich auch das Kleine, auch das Reittier, das ihm jetzt dienen soll, nicht selber verschafft, sondern vom Vater empfängt, bleibt das Grundgesetz in Geltung, auf dem die ganze Sendung Jesu beruht: die Macht, durch die Gottes Herrschaft geschieht, wird nicht von Menschen begehrt und errungen, sondern gehört dem, dem sie gegeben ist. Es könnte scheinen, die Erzählung des Evangelisten über die Weise, wie der Esel geholt wurde, bleibe an Kleinlichem hängen; aber dieses Urteil wäre töricht. Die Jünger empfanden es mit Recht als eine große Sache, dass nicht nur die entscheidenden Entschlüsse, sondern auch die ungezählten kleinen Schritte, die die Geschichte Jesu bildeten, das heilige Gesetz sichtbar machten, unter dem der königliche Wille Jesu stand.
Deine Herrschaft zeigst Du uns, Du, der Du der Gott und Vater Jesu bist, nicht unsere Herrschaft, keines Menschen Herrschaft. Darum gibst Du uns Dein Reich durch Den, der ganz arm war und nichts hatte, als was Du ihm gabst, und ganz reich war und ist durch Dich. Amen. (Adolf Schlatter)

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nt/40/matthaeus_21_1.txt · Zuletzt geändert: von aj
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