Psalm 49,7
Andachten
Die sich verlassen auf ihr Gut, und trotzen auf ihren großen Reichtum.,
Dies ist eine Beschreibung der Gottlosen, und ihres Gemüts und Sinnes: 1. Dass sie meinen, das Gut, das sie haben, sei ihr Gut, und wissen nicht, dass es Gottes Gut ist, der es in einem Augenblick kann wieder nehmen, und wenn es gleich viele Königreiche wären. Was sagt der König David dazu? Alles, was wir haben, das hast Du uns gegeben, und von Deiner Hand haben wir es empfangen. Das musste der König Nebukadnezar erfahren, da ihn Gott vom Reich verstieß in die Wildnis, bis dass er lernete erkennen, dass der Höchste Gewalt habe über die Königreiche auf Erden, und gebe sie, wem Er will; und wer stolz ist, den kann Er demütigen. Die 2te Torheit ist, dass sich die Weltkinder darauf verlassen. Wie kann man sich doch auf etwas verlassen, das in seiner Hand und Gewalt nicht ist, ja das ganz ungewiss und unbeständig ist? Der König Pharao verließ sich auf seine Wagen und Reuter; es währte aber nicht lange, da ging alle seine Macht im roten Meer unter und er selbst fam mit um. Darum ists eine große Blindheit und Torheit, sich auf das Zeitliche verlassen. - Unsere Seele ist ewig und unsterblich, darum muss sie einen ewigen und unsterblichen Trost haben. Die 3te Torheit ist, dass die Gottlosen noch trogen auf ihren großen Reichtum, sie rühmen sich dessen, als wenn darinnen alle Stärke und Gewalt stünde, die nicht könnte umgestoßen werden. So machte es der König in Syrien, 2. Kön. 19, 35. Wenn aber ein Mensch so frech und trogig wird, so ist sein Untergang vor der Tür. (Johann Arnd)