Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » at » Psalter » Psalm 2,6
Zuletzt angesehen: Lukas 2,21 Lukas 3,15 Lukas 12,6 Lukas 11,2 Hosea 6,1 Psalm 4,8 Psalm 2,6

Psalm 2,6

Psalm 2,6

Andachten

Aber ich habe meinen König eingesetzt, auf meinen heiligen Berg Zion. Ich will von einer solchen Weise predigen, dass der Herr zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt; heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum.
Das ist ein gewaltiges und majestätisches: „Aber Ich“, welches der lebendige Gott und Herr Himmels und der Erden entgegensetzt all' den Lügen und Lästerungen der Finsternis und ihres Fürsten, dass Jesus nicht auferstanden sei von den Toten. O Herr! wir hören's mit Jauchzen dieses herrliche: „Aber Ich“, und beugen willig unsere Knie, zu dienen Dem, welchen Du eingesetzt hast als Deinen König auf Deinem heiligen Berge, seitdem Du Ihn ausgeführt hast von den Toten und erhöht zu Deiner Rechten, über Alles. Nun ist das Jesus-Reich fest begründet auf einen Felsen und die Pforten der Hölle sollen es nicht überwältigen. Nun haben auch alle die Seinen eine hohe Freudigkeit und eine selige Hoffnung, denn wir predigen von einer solchen Weise, dass der Herr gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt! dieses „Heute“ geht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Keine Kreuzesschmach und Martertod, kein Grab und keine Hölle haben Macht darüber gehabt. Als der ewige Gottessohn hat Er seine sündlose Menschheit siegreich herausgeführt aus dem Grabe und ist uns nun ein Mittler geworden, da Er als des Menschen Sohn und unser Bruder das Regiment führt, auch als Solcher wiederkommen wird zum Gericht. So fingen wir nun getrost: Führst Du gleich das Steuer-Ruder der gestirnten Monarchie, bleibst Du dennoch unser Bruder, Fleisch und Blut verkennt sich nie! - Nun ist auch das Heidentum und der Welt Enden Ihm zugesprochen, denn Derselbe, den das Grab nicht zu halten vermochte, wird auch nicht eher ruhen, bis Er es Alles herrlich hinausgeführt hat und der Heiden Fülle eingegangen ist in Sein Reich. O, der großen, überreichen Oster-Beute! was kann uns nun der Feind tun mit all' seiner grausamen Macht und List? was all' die Ränke und Schliche der falsch berühmten Kunst? auf, auf, mein Herz, mit Freuden! Jesus, der Lebendige, ist erhöht und Seine Rechte behält den Sieg! (Nikolaus Fries)


Schritt um Schritt wurde Gottes Werk sichtbarer. Zuerst gab es ein heiliges Volk, ein Volk, dessen Schöpfer und Beherrscher Gott war. Damals aber hatte das Volk noch kein Land. Dann gab es ein heiliges Land, ein Stück Erde, das dem heiligen Volk zur Heimat ward als von Gott ihm gegeben. Im heiligen Land gab es aber noch keine heilige Stadt und kein heiliges Haus. Das entstand nun dadurch, dass das Volk ein Haupt bekommt, einen König, durch den die Einheit des Volkes ihren gesicherten Bestand erhält. Daher gibt es nun in der heiligen Stadt auch einen Tempel, der dem Volk Gottes Verbundenheit mit ihm sichtbar macht. Und nun tritt das Letzte in das Sehfeld Israels hinein, der kommende König, dem Gott über sein Volk die Herrschaft gibt, der Gesalbte, der in der Sendung Gottes regiert. Von David aus erhebt sich der Blick zu diesem letzten Ziel. Darum ist der Verheißene der Davidssohn. Damit aber wird gleichzeitig deutlich, dass daraus in der Völkerwelt Aufruhr entsteht. Nun wird Jerusalem zur umstrittenen Stadt. Denn sein König hat alle Machthaber der Menschheit gegen sich. Denn ihr Machtwille bäumt sich gegen den auf, der die Herrschaft aus Gottes Hand empfängt, und weigert sich, ihm zu dienen. Aber über dem kommenden König und seiner Stadt steht die Verheißung, die jede Furcht vertreibt: Du bist mein Sohn. Nun mag der Weltkampf toben; Gottes Stadt bleibt im Frieden. Das waren schaffende Worte, die das Kommende nicht nur beschreiben, sondern hervorbringen. Sie stehen über der Geschichte Jesu und seinem Gang ans Kreuz als ihn führendes Licht und behalten für jede Zeit eine nie endende Wirksamkeit, die sich auch in meinem Leben bewähren soll. Dieses Wort stellt mich in den Kampf, der an jeder Arbeit haftet, die um Gottes willen im Dienst Jesu geschieht, und nimmt jede Furcht von ihm weg, verschließt das Ohr für den Lärm der Welt und bereitet Ruhe über alle aus, die im Gehorsam gegen Jesus handeln. Es gibt Hemmungen, die ich nicht wegheben kann, Türen, die verschlossen sind, Schatten, die nicht weichen. Aber über all dem, Herr Jesus, strahlt Deine Sohnschaft, Deine Dir vom Vater gegebene Königsmacht, durch die wir Dein eigen und zu Deinem Erbe gemacht sind. Behüte die Deinen, stütze die Strauchelnden, verbinde die Entzweiten, gib uns zur Bauarbeit an Gottes Stadt den klaren Blick, die arbeitssame Hand, den gehorsamen Willen. Amen.(Adolf Schlatter)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_2_6.txt · Zuletzt geändert: von aj
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain