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Psalm 14,7

Psalm 14,7

Andachten

Ach, dass die Hilfe aus Zion über Israel käme!
Dies war der herzliche Wunsch und das einige Verlangen der Väter und Propheten des alten Testaments, nach dem Heiland der Welt. Und eben also sollte Christus, unser HErr, auch unser einiger Wunsch, Freude und Verlangen sein; und zwar 1) wegen seiner allerheiligsten und hohen Person; denn was könnte doch ein Mensch höhers und bessers wünschen, denn einer so hohen Person Gnade, Liebe und Freundschaft? Wie hat sich David dieser hohen Person in seinen letzten Worten gefreut: Du hast angesehen mich, in der Gestalt eines Menschen, der in der Höhe Gott der HErr ist! 2) Soll Christus unser einiger Wunsch und Freude sein wegen Seiner herzlichen Liebe, die Er zu uns trägt; diese Liebe ist nicht falsch, sondern treuherzig, wahrhaftig, brünstig, unendlich und ewig. Wer wollte sich doch einen solchen Herzensfreund und wahrhaften Liebhaber nicht wünschen? 3) So ist ja Christus unser HErr, uns von Gott, seinem himmlischen Vater, zu unserm Heilande von Sünde, Tod, Teufel und Hölle geschenkt; ja Er ist unsere Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit; sollte Er also nicht unser höchster Wunsch und Freude sein?

JEsus, JEsus, nichts als JEsus soll mein Wunsch sein und mein Ziel. Jetzund mach ich ein Verbündnis, dass ich will, was JEsus will. Denn, mein Herz mit Ihm erfüllt, rufet nur: HErr, wie Du willt! (Johann Arnd)


Ach, dass die Hilfe aus Zion über Israel käme, und der Herr sein gefangenes Volk erlöste! So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.
Wer durch den Sohn Gottes frei und selig werden will, der muss vorher seine Bande recht erkennen und darunter seufzen lernen: „Ach! dass die Hilfe aus Zion käme!“ Denn wie soll einer frei werden, der nicht glaubt, dass er gefangen ist, und der nach der Freiheit nicht verlangt? Viele Menschen erkennen und verabscheuen ihre Gefangenschaft und ihre Bande nicht, sondern lieben sie und meinen, sie seien freie Leute, weil sie nach ihrem eignen Sinn und Willen leben können. Wenn ihnen der Weg zur wahren Freiheit gezeigt wird, da denken sie wohl, man wolle ihnen Fesseln anlegen und wehren sich dagegen. Und doch gibt es keine größere Sklaverei, als die Sklaverei der Sünde. Wer seine Fesseln fühlt und sie gern los wäre, der wisse, dass der Sohn Gottes eben dazu gekommen ist, uns frei zu machen; und wenn wir mit tausend Stricken gebunden wären, so kann und will uns doch dieser mächtige Erlöser zur völligen Freiheit führen.

Mit deiner Hilfe und Gnade, o Gott, haben wir wieder den letzten Tag der Woche erlebt. Haben die Erfahrungen und Erlebnisse der vergangenen Tage, die Erweise deiner Liebe und deines Ernstes uns kräftiger zu dir hingezogen? Ach, Herr, erbarme dich unser und mache uns frei von aller Sünde und Not. Gehe nicht ins Gericht mit deinen Knechten, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Heinrich Spengler)

Predigten

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