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1. Mose 6,8

1. Mose 6,8

Andachten

Noah aber fand Gnade vor dem Herrn. V. 13: Da sprach Gott zu Noah: alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen, denn die Erde ist voll Frevels von ihnen. V. 18: Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten, und du sollst in den Kasten gehen, mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern.

Nachdem der Herr Kain so treulich und doch vergeblich gewarnt vor der Sünde, die an seines Herzens Tür liege, ist Er nicht wieder unter den Menschen erschienen im persönlichen Verkehr und Umgang. Jetzt, da die Menschen so tief gesunken, dass es heißt: die Erde ist voll ihres Frevels, jetzt erwählt sich Gott Noah, erscheint und redet mit ihm. Ist das nicht wundervoll!? Da mögen wir wohl sagen und singen: Ob bei uns ist der Sünde viel, bei Gott ist viel mehr Gnade! - Man nennt das: Theophanie, Erscheinung Gottes, und ist nichts Anderes als Epiphanie, gehört also in diese gnadenreiche Zeit des Kirchenjahres; und ohne solche alttestamentliche Theophanie hätte es keine neutestamentliche Epiphanie gegeben. - Als dem Lamech sein Sohn geboren ward, da nannte er ihn Noah, denn, sprach er, der wird uns trösten in unserer Müh' und Arbeit auf der Erde, die der Herr verflucht hat. Ja, dass Noah vor Gott Gnade fand, und darum auserkoren ward, ein Retter und Erlöser seines Geschlechts und alles Lebendigen zu werden, und dass Gott einen Bund solcher Errettung mit ihm aufrichtete, das hat ihn zum Tröster der Seinen gemacht im eminenten Sinne; das ist der neue Knotenpunkt der Heils-Fäden, an welchen der barmherzige Gott unser armes Geschlecht festhielt, trotz aller Sünde und alles Frevels. Sehet da, die Tiefen der ewigen Liebe, welche nicht ablässt sich zu mühen um die Rettung einer verlorenen Welt! sind sie nicht unermesslich? - das sind dieselben Tiefen, aus welchen der letzte und vollkommene Trost Israels hervorgegangen, da die Zeit erfüllt war, auf welchen, wie Lamech damals, die Gläubigen aller Zeiten geharret hatten, so lange! So unergründlich tief muss das ewige Erbarmen sein, um die Masse des Verderbens zu bedecken; und wir fügen hinzu ein Jeglicher an seinem Teil: „Ja, so tief muss es sein, dass ich meine ganze Sünden-Menge drein versenken könne! Das ist gewisslich wahr!“ (Nikolaus Fries)

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at/01/1._mose_6_8.txt · Zuletzt geändert: von aj
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