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1. Mose 24,31

1. Mose 24,31

Andachten

Komm herein, du Gesegneter des Herrn. Warum stehst du draußen? Ich habe das Haus geräumt.

Sei hochgelobt in Ewigkeit,
Mein Gott für deine Güte,
Die mir bisher zu aller Zeit
Erfreut Herz und Gemüte,
Die mich in Trübsal angeblickt,
Mein Leben tausendfach erquickt,
Und wunderbar erhalten!

Er kam in sein Eigentum. Die ganze Erde und alle Menschenherzen sind Jesu zum Eigentum gegeben von seinem Vater. Und er hat nie aufgehört, seine Herrlichkeit zu offenbaren, aber immer wieder geschieht es, dass er in sein Eigentum kommt, und die Seinen nehmen ihn nicht auf. Gott vom Himmel, hilf doch, dass wir in unserm Hause dem kommenden Erlöser eine fröhliche Aufnahme bereiten. Mögen Andere ihm noch immer Tür und Tor versperren, wir wollen unsre Herzen zuschließen vor der Welt, und sie weit öffnen für ihn, der da kommt. Er klopft ja auch bei uns an, durch sein Wort in der Schrift, durch seinen Geist inwendig: Tue mir auf. So wollen wir ihm antworten: Komm herein, du Gesegneter des Herrn, und wollen ihm auftun. Aber noch steht er draußen, denn zusammen mit unsrer alten Sünde kann er in unsern Herzen nicht wohnen. Wohnt Stolz und Trägheit, Selbstgerechtigkeit und Weltseligkeit darinnen, Eigenwille, Hader und Neid, da ist kein Raum in der Herberge für ihn. Wir müssen Abschied geben dem Allen, wir müssen uns reinigen von aller Untugend. Dazu ist uns diese Adventszeit gegeben, damit wir in Wahrheit sprechen können: Komm herein, du Gesegneter des Herrn! Ich habe das Haus geräumt. Wie viel Arbeit ist in diesen Wochen im Hause zur Vorbereitung aufs nahe Fest. „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Aber eins ist not.“ Dass wir für den Herrn unser Haus räumen, unser Herz bereiten! O so komm herein, du Gesegneter des Herrn! Lass dies Haus deine Wohnung sein. Regiere du unsre Herzen und Sinne und all unser Tun, dass wir als deine Heiligen und Geliebten unter einander leben in wahrer Gottseligkeit und heiligem Frieden. Halte du segnend deine Gnadenhände über diesem Hause und uns allen. Ziehe du jede Seele in diesem Hause ganz zu dir. Heilige die Herberge und Wohnung unserer Herzen. Erfülle uns ganz mit deinem Licht und deiner Kraft. Sei heute und alle Tage unser Leben, Friede und Trost, Freude und Hoffnung. Amen. (Adolf Clemen)


Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des Herrn, warum stehst du draußen?

„Komm herein, du Gesegneter des Herrn.“ So kann man keinen Unbekannten bitten. Eine solche Einladung setzt eine vorhergegangene Bekanntschaft und Gemeinschaft voraus. Elieser, der Knecht Abrahams, war, mit reichen Geschenken ausgestattet, von seinem Gebieter in das alte Heimatland Mesopotamien entsendet worden, um dem einzigen Sohne seines Gebieters aus der dortigen Verwandtschaft die Gattin zu suchen. Am Brunnen hat er Rebekka gesehen; der Herr hat es ihn wissen lassen, sie sei die Erwählte, und er spendete ihr reiche Gaben, güldene Spangen und Armbänder, und als Laban, der Bruder, die reiche Fülle der Geschenke erschaut, als der Reichtum und das stattliche Gefolge ihm zeigt, der Bote müsse von einem mächtigen Fürsten entsendet sein, da ladet er ihn freundlich in sein Haus: „Komm herein, du Gesegneter des Herrn, warum stehst du draußen?“

Und wir rufen, wir bitten und flehen mit Labans Worten: Komm herein, du Gesegneter des Herrn, du lieber Adventsgast, ziehe in unser armes, bekümmertes Herz. Du bist auch der Bote eines großen Fürsten, sein einzig Kind, vom Vater in Ewigkeit gezeugt; du trägst Himmel und Erde in deinen allmächtigen Händen, und willst auch um unsre Liebe werben und dich mit uns verbinden in Zeit und Ewigkeit. Und wenn wir bitten: „Komm Herr Jesu,“ so reden wir ja auch zu einem schon Bekannten. Er ist schon mehr denn einmal bei uns eingekehrt. Schon in der Taufe hat man uns ihm an das Herz gelegt. Von da an haben seine Augen über uns offengestanden; seine milde Hand hat uns Gaben gespendet, köstlicher denn Eliesers güldene Spangen und Ringe und Edelstein, nämlich Gottesworte, Gotteströstungen, Geistes-Anfassungen, Errettungen und Bewahrungen. Wir kennen ihn; wir haben in glücklichen Stunden seine Stimme in unsern Herzen vernommen; wir haben vor ihm gelebt, wir haben ihm gedankt, wir haben Schmerz und Wehe in heißen Tränen vor ihm ausgeschüttet. Wir haben am Tage der Konfirmation unsre Knie vor ihm gebeugt, und in heiligem Gelübde unser Herz ihm zum ewigen Eigentum zugeschworen; wir sind tausendmal von ihm abgewichen und haben uns immer wieder nach ihm zurückgesehnt; wir haben es eingesehen, dass wir ohne ihn nicht fertig werden, dass wir ohne ihn das Leben nicht aushalten können, und haben mit Petro bekannt: „Herr, wohin sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;“ und darum müssen wir immer wieder mit den Worten Labans bitten: „Komm herein, du Gesegneter des Herrn, warum stehst du draußen?“ (Julius Müllensiefen.)

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